Blindenhunde und Co.: Welche Ausnahmeregelungen gelten für Tiere im Flugzeug?

Guide dogs, Assistenzhunde

Blindenführhunde © Cylonphoto/Fotolia.com

Haustiere dürfen unter bestimmten Umständen mit dem Flugzeug reisen. Katzen und Hunde, die die Gewichtsgrenze von acht kg nicht überschreiten, dürfen bei vielen Airlines sogar in einer speziellen Transportbox in der Passagierkabine mitgenommen werden.

Doch was ist mit Tieren, die zwar die zulässige Gewichtsgrenze überschreiten, jedoch eine unverzichtbare Stütze für ihre Halter sind – z. B. Blindenführhunde? Für diese Tiere gelten Sonderregelungen! Im Folgenden wollen wir Ihnen die nationalen und internationalen Richtlinien zur Mitnahme von sogenannten Assistenztieren im Flugzeug erklären und Tipps geben, wie die Reise für Mensch und Tier möglichst komplikationslos verläuft.

Für eine stressfreie Anreise zum Flughafen mit Ihrem Tier empfehlen wir in jedem Fall eine Vorab-Parkplatzreservierung und ggf. die Inanspruchname eines Shuttles: Einfach ankommen, parken und sofort zum Abflugterminal.

Parken am Flughafen, Flughafenparken

Fliegen mit Blindenhund oder Assistenzhund

Fluggäste, die auf einen Begleithund angewiesen sind, dürfen diesen stets mit ins Flugzeug nehmen. Als Begleithunde gelten insbesondere

  • Blindenführhunde.

Daneben gibt es jedoch noch sogenannte Assistenzhunde:

  • Behindertenbegleithunde,
  • Gehörlosenhunde,
  • Diabetikerwarnhunde und
  • Epilepsiewarnhunde.

Bei diesen gleicht die Gesetzeslage in Deutschland leider einer Grauzone, da es hier noch keinen einheitlichen Qualitätsmaßstab für die Ausbildung der Tiere gibt. In sehr vielen Bereichen des öffentlichen Zusammenlebens werden diese Hunde zwar akzeptiert – letztlich hängt es beim Thema Fliegen von der Kulanz der jeweiligen Fluggesellschaft ab, ob Sie Ihren Assistenzhund mit in die Kabine nehmen dürfen. An dieser Stelle können wir nur die Richtlinien für zertifizierte und rechtlich anerkannte Blindenführhunde aufzählen, die jedoch, sollte Ihr Assistenzhund aller Wahrscheinlichkeit nach an Bord des Flugzeugs zugelassen werden, auch auf diesen zutreffen.

Der Transport eines Blindenführhundes ist kostenfrei. Die meisten Airlines möchten jedoch gerne bis 24 Stunden vor Abflug telefonisch darüber informiert werden und verlangen außerdem die Vorlage folgender Dokumente:

  • Ausbildungszertifikat bzw. Blindenführhundeausweis
  • schriftliche Bestätigung darüber, dass der Hund die Entleerung seiner Blase/seines Darms kontrollieren kann und sein Geschäft nur bei entsprechender „Erlaubnis“ des Halters machen wird

Vergessen Sie auch die „regulären“ Papiere Ihres Hundes nicht! Diese sind

  • die gültige Tollwutschutzimpfung und
  • der EU-Heimtierausweis.

Gewisse Beförderungsregeln sind seitens Halter und Blindenführhund natürlich einzuhalten. Die meisten nationalen und internationalen Fluggesellschaften fordern, dass

  • der Hund in den Fußraum des Passagiers passt, aber keine Fluchtwege blockiert,
  • im Fußraum bleibt und keinesfalls auf einem Sitz oder auf dem Schoß des Halters transportiert wird,
  • angeleint oder mit einem Geschirr gesichert ist,
  • der Halter das Tier selbst füttert und das entsprechende Futter mitführt (als Aufgabegepäck oder im Handgepäck).

Reisen Sie zusätzlich mit einem Rollstuhl? Dann haben wir einige interessante Hinweise für Sie in unserem Beitrag „Fliegen mit Rollstuhl – das sollten Sie beachten“.

Allgemeine Tipps für reisende Blindenführhunde

Ihr Blindenführhund sollte zum Zeitpunkt des Fluges natürlich körperlich gesund und mental stabil sein. Außerdem sollte er so ausgebildet sein, dass er sich in einer öffentlichen Umgebung benimmt – also nicht bellt, andere Menschen beschnüffelt, an ihnen hochspringt oder ihnen den Snack aus der Hand stiehlt. Zwar besteht für Blindenführhunde keine Maulkorbpflicht im Flugzeug, es kann jedoch vorteilhaft sein, einen Maulkorb für den Fall der Fälle dabeizuhaben.

Personen mit Blindenführhunden werden in der Regel zum Pre-Boarding eingeteilt, das heißt, sie dürfen vor allen anderen Passagieren die Maschine betreten und ihren Sitzplatz aufsuchen. Das bedeutet aber auch, dass sie möglichst frühzeitig – empfohlen werden ca. zwei Stunden – vor Abflug am Check-in-Schalter erscheinen und sich anmelden sollten.

Achtung: Es gibt Staaten wie Australien oder Island, die äußerst strenge Einreisebestimmungen (wie mehrwöchige Quarantänen) für Tiere haben. Bitte machen Sie sich im Vorfeld Ihrer Reise kundig, ob und wenn wie Ihr Blindenführhund eine Sondergenehmigung für die Einreise erhalten kann. Einen ersten Überblick können Sie sich in unserem Flugreisemagazin im Beitrag „In welche Länder dürfen Haustiere wie Hunde und Katzen einreisen?“ verschaffen.

Fliegen mit Emotional Support Animals (ESA-Tieren)

Anders als Blindenführhunde oder Assistenzhunde, die einer Person dabei helfen, ihre körperlichen Einschränkungen auszugleichen, werden sogenannte „Emotional Support Animals“ zu Therapiezwecken bei psychischen Erkrankungen eingesetzt. Diese Tiere sollen auf Menschen, die z. B. an einer Angststörung wie Flugangst leiden, eine beruhigende und stabilisierende Wirkung haben. In den USA sind sie sehr gängig, wie Sie z. B. im folgenden Video sehen können, in dem eine Frau problemlos ihren als ESA-Tier registrierten Truthahn mit an Bord eines Flugzeugs nimmt.

 

 

In Deutschland existieren bisher keine verbindlichen Richtlinien für die Ausbildung und Haltung von Emotional Support Animals. Insofern dürfen diese Tiere strenggenommen nicht im Passagierraum der Maschine mitfliegen, sondern müssen im Frachtraum reisen. Es gibt jedoch Ausnahmen – und zwar dann, wenn es sich um einen Flug in die/aus den USA oder um Zu- bzw. Abbringerflüge in die/von den USA handelt. In diesen Fällen erlauben die meisten Airlines, u. a. die Lufthansa und Air Berlin, unter Vorlage eines ärztlichen Attests über die psychische Erkrankung des Reisenden, ein ESA-Tier an Bord zu nehmen, damit dieses das Assistenzbedürfnis erfüllen kann.

Sollten Sie mit einem ESA-Tier oder einem Begleithund reisen, bietet sich vor dem Abflug eine Übernachtung im Flughafenhotel an. Dadurch sind Passagier und Tier ausgeruht, erreichen rechtzeitig den Schalter und treten die Reise ganz entspannt an.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Quellen und weiterführende Informationen:

sueddeutsche.de: Flauschige Flugbegleiter

heute.at: In diesen Fällen darf der Hund gratis mitfliegen

lufthansa.de: Begleithunde

Parken nähe Flughafen

Fliegen mit Katze

Mit der Katze verreisen? Das klingt zunächst nach einem Widerspruch. Denn in der Tat sind Katzen sehr reviertreue Tiere und fühlen sich in der ihnen vertrauten Umgebung am wohlsten. Deshalb organisieren Katzenhalter vor einer Fernreise meist einen Katzensitter oder einen Pflegeplatz in einer Katzenpension, damit das Haustier während ihrer Abwesenheit versorgt ist. Aus Erfahrung wissen wir, dass viele Kunden, die Airport-Hotels und Parkplätze vor dem Abflug nutzen und eine Katze besitzen, es so halten.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Doch es gibt gute Gründe, die Katze in den Ferien nicht zuhause zu lassen: Einige Katzenhalter geben ihr Tier einfach ungern in fremde Hände. Es gibt auch Katzen, die sehr anhänglich sind und es nicht gut vertragen, von „ihrem“ Menschen getrennt zu sein. Eine Katze an einen Ort mitzunehmen, den sie bereits kennt – beispielsweise in ein Ferienhaus, in dem der Halter regelmäßig den Urlaub verbringt – ist meist unproblematisch.

Unsere Empfehlung: Machen Sie sich in jedem Fall mit den aktuellen Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes vertraut. Einen Überblick über die wichtigsten Richtlinien finden Sie z. B. in unserem Flugreisemagazin: „In welche Länder dürfen Haustiere wie Hunde und Katzen einreisen?

Was muss ich beachten, wenn ich meine Katze im Flugzeug befördern will?

Grundsätzlich können Katzenhalter ihren Vierbeiner mit ins Flugzeug nehmen. Nationale wie internationale Airlines befördern Haustiere bis zu einem Gewicht von 6 kg – einige wenige Fluggesellschaften haben eine Obergrenze von 8 oder 10 kg festgelegt – in der Passagierkabine, falls die Tiere in einer sicheren Transportbox untergebracht sind. Fluggäste mit Katze sollten jedoch berücksichtigen, dass sich das erlaubte Gesamtgewicht immer auf die Summe aus dem Gewicht des Tieres und dem Gewicht der Box bezieht. Falls das Gesamtgewicht höher als zulässig ist, müssen Katze und Box im Frachtraum befördert werden. (Weitere Informationen zur Beförderung von Haustieren im Frachtraum finden Sie in unserem Artikel „Fliegen mit Hund“).

Video „Wie man die Katze an die Transportbox gewöhnt“:

Auch schließen manche Airlines bestimmte, sogenannte „stumpfnasige“ Katzenrassen wie den Perser oder die Burma von der Beförderung aus, da diese Tiere während des Fluges Atem- und Kreislaufprobleme entwickeln können. Was es darüber hinaus beim Fliegen mit der Katze zu beachten gibt, wollen wir unseren Kunden anhand der Tierbeförderungsbedingungen der beiden größten deutschen Fluggesellschaften (Lufthansa und Air Berlin) und einer typischen „Urlaubs“-Airline (Condor) erklären.

Voraussetzungen für das Fliegen mit der Katze

Viele Katzenbesitzer bevorzugen für den Transport ihrer Katze im Alltag, z.B. zum Tierarzt, einen tragbaren Katzenkorb aus Rattan, da dieses Material natürlich ist und – jedenfalls vom Menschen – als optisch ansprechend wahrgenommen wird. Diese Körbe eignen sich jedoch nicht für eine Flugreise mit Katze. Stattdessen sollte die Transportbox aus leicht zu reinigendem Kunststoff bestehen und darüber hinaus – diese Regel gilt grundsätzlich bei allen Fluggesellschaften – folgende Merkmale haben:

  • Die Box muss luftdurchlässig, ausbruchsicher, bissfest und wasserdicht sein
  • Die Katze muss darin in natürlicher Haltung aufrecht stehen und sich umdrehen können
  • Die Box muss bei Start/Landung, manchmal auch über die ganze Flugdauer, unter dem Sitz verstaut werden und darf nicht geöffnet werden

Transportbehälter, die diesen Anforderungen entsprechen, gibt es in jedem gut sortierten Tierfachgeschäft zu kaufen. Für den Flug sollte die Box idealerweise mit vertrauten Gegenständen wie z.B. Spielzeug oder einer Decke ausgestattet werden – es sei denn, Sie wissen bereits, dass Ihre Katze unter Stress mit Verdauungsproblemen reagiert. In diesem Fall ist eine dicke Lage saugfähiges Papier ratsam.

Des Weiteren müssen Katzenhalter je nach Airline folgende Bestimmungen beim Transport ihrer Katze in der Passagierkabine beachten:

Condor:
Erlaubte Maße für die Transportbox: max. 55 x 40 x 20 cm
Gewichtsgrenze für Beförderung in der Kabine: 6 kg inkl. Box
Katze darf nur mit Begleitperson fliegen, diese Begleitperson muss der im EU-Heimtierausweis eingetragene Halter sein

Lufthansa:
Erlaubte Maße für die Transportbox: max. 55 x 40 x 23 cm
Gewichtsgrenze für Beförderung in der Kabine: 8 kg inkl. Box
Tiere können unbegleitet fliegen (mit Lufthansa Cargo), weitere Informationen hier: http://lufthansa-cargo.com/de_DE/products-industries/specials/livetd

Wie organisiere ich die Flugreise mit meiner Katze?

Katzen benötigen, wie alle Haustiere, zum Reisen ins Ausland eine gültige Tollwutschutzimpfung, den EU-Heimtierausweis und einen vom Tierarzt eingesetzten Mikrochip, über den das Tier zweifelsfrei zu identifizieren ist. Weitere, von Einreiseland zu Einreiseland variierende Voraussetzungen – beispielsweise eine zusätzliche Impfung gegen Hepatitis.

Melden Sie Ihre Katze frühzeitig telefonisch oder online bei der Fluggesellschaft an. Oft ist pro Flug nämlich nur eine begrenzte Anzahl von Tieren in der Passagierkabine erlaubt, ganz nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Die Beförderung ist eine Zusatzleistung, für die Sie ebenso wie für Ihre eigene Flugreise zahlen müssen.

Am Tag des Abflugs sollten Sie mit Ihrer Katze auch etwas früher als gewohnt beim Check-in erscheinen – empfohlen wird, bei Kurz- und Mittelstreckenflügen etwa 60 Minuten und bei Langstreckenflügen etwa 90 Minuten vor Schließung des Check-in-Schalters einzutreffen.

Was kostet das Fliegen mit einer Katze?

Die Kosten für die Beförderung der Katze unterscheiden sich von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft und von Strecke zu Strecke. Anhand der Preise z.B. dieser Airlines können Sie sich grob orientieren:

Condor:

    • ab 49,99 EUR (Transportbox/Passagierkabine, Kurzstrecke)

Lufthansa:

    • ab 35 EUR (Transportbox/Passagierkabine, Kurzstrecke)

Manche Fluggesellschaften verlangen einen Aufschlag für nicht rechtzeitig angemeldete Tiere oder Tiere, die trotz anderslautender Angaben die zulässige Gewichtsgrenze für eine Beförderung in der Kabine überschreiten und dadurch spontan auf eine Beförderung im Frachtraum umgebucht werden müssen.

Wie bereite ich meine Katze auf die Flugreise vor?

Wichtig ist, dass die Katze vor der Flugreise an das Transportbehältnis gewöhnt wird. Daher sollten Halter die Box mehrere Tage, im Idealfall mehrere Wochen vor Reisebeginn kaufen und mit der Katze üben. Das „Training“ beginnt, indem die Transportbox erst einmal mit geöffnetem Gitter so platziert wird, dass die Katze diesen neuen, fremden Gegenstand selbständig erkunden und schließlich akzeptieren kann. Nun sollte der Halter das Tier mithilfe von Leckerli oder Spielzeug dazu ermutigen, das Behältnis zu betreten. Im letzten Schritt – wenn die Katze bereits freiwillig in die Box steigt – wird das Gitter, zunächst nur für einige Sekunden, später dann auch mal für eine halbe Stunde, geschlossen. Es gilt: Je vertrauter der Katze das Transportbehältnis ist, desto geringer das Stresslevel.

Ist die Katze jedoch nur schwer oder gar nicht zu bewegen, in den Behälter zu steigen, kann ein beruhigendes Medikament am Tag des Abflugs helfen. Konsultieren Sie dafür stets den Tierarzt, der Ihnen das für die Katze passende Mittel und die richtige Dosierung empfehlen wird – Beruhigungsmittel können in der Höhenluft nämlich etwa drei Mal so stark wirken wie am Boden.

Entspannt mit der Katze in den Urlaub fliegen

Wir empfehlen: Falls Sie Ihre Katze mit in den Urlaub nehmen wollen, dann checken Sie am Vorabend des Fluges mit dem Tier im Airport Hotel ein (in den meisten sind Haustiere erlaubt) und verbringen dort die Nacht. Dadurch können Sie den Stress für die Katze, aber auch für sich selbst, reduzieren. Vor dem Flug lassen Sie sich und Ihr Tier samt Transportbox dann einfach rechtzeitig mit dem Shuttle zum Terminal bringen.

Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

Weiterführende Informationen:
GELIEBTE KATZE Magazin: Urlaub mit Katze
Einfachtierisch.de:
Die richtige Transportbox für Ihre Katze
Katzen im Urlaub an die fremde Umgebung gewöhnen
Haustiertests: Katze im Flugzeug transportieren

Flugreise mit Pferd – Die wichtigsten Informationen und Richtlinien

Ein Pferd mit dem Flugzeug zu transportieren, ist eine komplexe logistische Aufgabe. Daher ziehen die meisten Pferdebesitzer es vor, ihr Sport-/Turnierpferd günstig und flexibel mit dem Anhänger von A nach B zu befördern. Doch manchmal ist die Distanz zwischen dem heimischen Stall und der Reitsportveranstaltung zu groß, um auf dem Landweg bewältigt werden zu können.

In anderen Fällen macht eine Auswanderung des Halters nach Übersee den Pferdetransport per Flugzeug notwendig. In unserem Flugreisemagazin haben wir die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Welche Fluggesellschaften transportieren Pferde?

Pferde werden als Luftfracht transportiert. Unter den deutschen Fluggesellschaften ist Lufthansa die einzige Airline mit Frachtflugzeugen, die sich für den Pferdetransport eignen. Somit kann Ihr Pferd nur von einem deutschen Flughafen aus reisen, welcher auch von Lufthansa Cargo bedient wird. Im zuständigen Frachtzentrum müssen Sie die Flugreise Ihres Pferdes frühzeitig anmelden.

Unter der Telefonnummer 01806 747100 erreichen Sie unkompliziert die Zentrale von Lufthansa Cargo. Ein Sprachmenü führt Sie dann zu den richtigen Servicebereichen.

Eine Liste deutscher Flughäfen, die von Lufthansa Cargo angeflogen werden, inkl. Anmelde-Nummer des Frachtzentrums haben wir für Sie recherchiert:

  • Berlin, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200071
  • Bremen, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200101
  • Köln, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200052
  • Dresden, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200121
  • Düsseldorf, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200062
  • Münster, FMO Cargo Services, Tel.: 0251 7194-3212
  • Frankfurt am Main, GK Airfreight, Tel.: 069 691772 und Pet Air, Tel.: 069 694750
  • Hannover, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200091
  • Hamburg, Spedition ILG, Tel.: 040 50752011
  • Leipzig, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200131
  • München, Spedition Leanflex, Tel.: 089 97595340
  • Nürnberg, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200081
  • Stuttgart, Lufthansa Cargo Export, Tel.: 01806 747200031

Bitte bedenken Sie: Um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten, muss Ihr Pferd auf der ganzen Strecke beaufsichtigt und versorgt werden. Buchen Sie daher immer die professionelle Pferdebetreuung vor und während des Fluges mit, sofern diese nicht ohnehin im Transport enthalten ist.

Wie organisiere ich die Flugreise für mein Pferd?

Internationale Pferdetransporte müssen spätestens 48 Stunden vor Transportbeginn (werktags) beim für Ihr Pferd zuständigen Veterinäramt in Deutschland angemeldet werden. Anschließend ist ein sicherer und bequemer Weg die Abwicklung des Pferdetransports über das Frachtzentrum des jeweiligen Startflughafens.

In Deutschland verfügen die Flughäfen in Leipzig/Halle (günstig parken am Flughafen Leipzig!) und Frankfurt am Main über spezielle Tierstationen in ihren Frachtzentren. Dadurch sind diese beiden Flughäfen für einen Flugzeugtransport Ihres Pferdes besonders zu empfehlen.

Wenn Sie Ihr Pferd beispielsweise von Mitarbeitern der Animal Lounge in Frankfurt am Main betreuen lassen, nehmen Sie einen Service namens „Live/td“ in Anspruch. Dieser umfasst u.a. den Aufenthalt des Pferdes im Stall der Animal Lounge; eine artgerechte Unterbringung und Versorgung (Wasser, Heu); die Betreuung durch Mitarbeiter, die im Umgang mit Pferden geschult sind; kurze Transitzeiten und eine lückenlose Dokumentation der Transportkette.

 

 

Wie komfortabel Ihr Pferd reist, bestimmen Sie. Eine transportable Palette mit dem Flugcontainer („Air stable“), die in den Frachtraum des Flugzeuges geschoben wird, fasst drei Pferde. Durch Veränderung der Trennwände lässt sich das Platzangebot variieren: Reisen zwei Pferde in einem Container, entspricht das der Business Class” mit mehr Platz. „First Class“ hingegen bedeutet: Auf eine Trennwand bzw. eine Zuladung wird ganz verzichtet, und Ihr Pferd hat den Container für sich allein. Vergessen Sie nicht, bei der Buchung anzugeben, ob und wie viel Gepäck (Sattelzeug, Decken o.Ä.) zusätzlich zum Zielort transportiert werden soll.

Wichtig: Als Auftraggeber sind Sie verpflichtet, bis spätestens 24 Stunden vor Anlieferung Ihres Pferdes einen schriftlichen Voravis (eine Art Ankündigung) an die Frankfurt Animal Lounge zu schicken. Dieser Voravis muss die Nummer des Luftfrachtbriefs, die Tierart, die Anzahl der Tiere, ihr Gewicht sowie die Art der Verladung enthalten. Im Einzelfall – hier sollten Sie persönlich nachfragen – dürfen Sie Ihr Pferd während des Fluges auch selbst begleiten, füttern und tränken. Für Begleitpersonen stehen in den Frachtflugzeugen Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

Wie läuft der Pferdetransport mit einer Tierspedition ab?

Es gibt Logistikunternehmen, die auf den Pferdetransport spezialisiert sind. Diese betreuen die Reise Ihres Tieres von Anfang bis Ende. Zum Service gehört je nach Wunsch:

  • Organisation der notwendigen Transitdokumente und Versicherungspolicen
  • Organisation von Gesundheitschecks und Labortests, um die jeweiligen Quarantänebestimmungen des Ziellandes zu erfüllen
  • Buchung des Fluges und des Aufenthaltes des Pferdes im Frachtzentrum bzw. in der Tierstation des Flughafens
  • Abholung des Pferdes am Heimatstall und Fahrt zum Flughafen
  • fachmännische Betreuung und Versorgung des Pferdes bis zum Abflug

Ein Vorteil ist, dass Sie hier alle Serviceleistungen von einem Anbieter bekommen. Das erleichtert die Kommunikation über den Transport und über die speziellen Bedürfnisse Ihres Pferdes. Auch verfügen Tierspeditionen normalerweise über die beste Ausstattung, z.B. moderne Pferdeanhänger, welche den Tieren die Fahrt zum Flughafen so angenehm wie möglich machen.

Ein besonderer Service, den es manchmal inklusive, manchmal gegen Aufschlag gibt, ist der sogenannte „Horse Steward“ – eine Begleitperson mit veterinärmedizinischen Kenntnissen, die während der ganzen Reisedauer bei Ihrem Pferd bleibt und es versorgt.

Welche Voraussetzungen muss mein Pferd erfüllen, um mit einem Flugzeug befördert werden zu können?

Für die Beförderung in einem Flugzeug benötigen Pferde den „Equidenpass“: ein Identitätsdokument, das bei jedem Transport Auskunft über alle erfolgten medizinischen Behandlungen geben muss. Beachten Sie die Quarantäne- und Zollbestimmungen des jeweiligen Ziellandes (bei Einreise in die USA z.B. eine bis zu 30-tägige Quarantäne nach Ankunft, in der je nach Geschlecht und Alter des Pferdes direkt auf der Quarantänestation Gesundheitschecks vorgenommen werden).

Falls Sie beabsichtigen, Ihr Pferd ins Ausland zu verkaufen, brauchen Sie auch die Eigentumsurkunde und den Kaufvertrag.

Was kostet die Flugreise meines Pferdes?

Tierspeditionen stellen Ihnen bei einer konkreten Anfrage einen Kostenvoranschlag zusammen. Sie können von Kosten zwischen 5.000 und 13.000 EUR pro Pferd ausgehen. Eine offizielle Preisliste existiert nicht, da es unterschiedliche Produkt-Kombinationsmöglichkeiten mit der Betreuung „Live/td“ gibt.

Eine Auswahl von Tierspeditionen finden Sie auf der Website von Lufthansa Cargo.
Lufthansa Cargo betreibt mit der Frankfurt Animal Lounge am Flughafen Frankfurt eine der modernsten Tierstationen weltweit. Unter der Nummer 069 69646058 oder per Mail lhcargo@dlh.de erfahren Sie mehr zu Lufthansa Cargo und Tiertransporten.

Wie erlebt mein Pferd den Transport im Frachtraum?

Pferde sind Fluchttiere. Fremde Gerüche und Geräusche sowie ihnen unbekannte Objekte können sie verunsichern. Eine Flugreise stellt deshalb eine besondere Herausforderung für sie dar.

Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass der Flugcontainer, in den Ihr Pferd vor Abflug verladen wird, einem Pferdeanhänger sehr ähnlich ist. Auch die Anwesenheit anderer Pferde sowie die möglicher Begleitpersonen kann stresslindernd wirken. Sollte es dennoch zu Beißereien zwischen einzelnen Pferden innerhalb eines Containers kommen, so sind dessen Trennwände schließbar.

Wenn Sie bereits schlechte Erfahrungen mit aggressivem Verhalten Ihres Pferdes unter Stress gemacht haben, kann der Tierarzt Ihr Pferd vor Reiseantritt sedieren.

Beachten Sie jedoch: Eine Verabreichung von ruhigstellenden Medikamenten kann in seltenen Fällen Komplikationen hervorrufen. Diese können während des Fluges normalerweise nicht angemessen medizinisch behandelt werden.

Entspannt die Flugreise mit Pferd beginnen

Bei sehr nervösen Pferden oder einer langen Anfahrt kann es sinnvoll sein, das Tier bereits einen Tag vor Abflug zur Animal Lounge bzw. ins entsprechende Frachtzentrum des Startflughafens zu bringen. Eine Nacht im dortigen Stall hilft Ihrem Pferd, sich zu regenerieren und im späteren Verladeprozess entspannt zu bleiben.

Wir empfehlen Ihnen, sich ebenfalls am Vorabend ein Zimmer im Airport Hotel zu gönnen. Dadurch können Sie sich am entspannt und zeitlich flexibler am Folgetag noch von Ihrem Pferd verabschieden bzw. sich selbst von den hygienischen Bedingungen und der Versorgung in der Tierstation überzeugen.
Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Weiterführende Informationen:
Broschüre von Lufthansa Cargo über Pferdetransport auf lufthansa-cargo.com

In welche Länder dürfen Haustiere wie Hunde und Katzen einreisen?

Bevor Sie die Flugreise mit Haustier planen, sollten Sie sich über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Reiseziels informiert haben. Schließlich soll der Urlaub unbeschwert beginnen. Einige Länder, beispielsweise Griechenland, haben sehr lockere Bestimmungen; andere wie Schweden oder Frankreich sind eher streng, und dann gibt es auch Länder, in die Tierfreunde am besten überhaupt kein Haustier mitnehmen, weil die Quarantäneregelungen es ohnehin praktisch unmöglich machen.

Die folgenden Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen mittels Recherche bei einschlägigen Institutionen (z. B. über den Verband für das Deutsche Hundewesen) zusammengestellt. Wir möchten Ihnen jedoch empfehlen, vor Reiseantritt mit Tier stets aktuelle Informationen beim Veterinäramt oder Konsulat einzuholen, da sich Einreisebestimmungen ändern können.

Warum gibt es so viele unterschiedliche Richtlinien?

Abhängig vom Land, also von der Gesellschaft und einem bestimmten Kulturraum, werden z. B. Hunde als sozialer Partner des Menschen akzeptiert – oder eben nicht.

In islamisch geprägten Ländern gelten Hunde als unreine Tiere. Sie dürfen zwar meist dorthin einreisen, Halter müssen jedoch davon ausgehen, dass sich die Richtlinien dafür nicht in erster Linie am Wohl des Tieres orientieren, und dass am Ankunftsflughafen bzw. am Zielort das Verständnis für den Hund – Platzbedürfnis, Bellen, Gassigehen – wahrscheinlich begrenzter ist als zuhause.

In Großbritannien haben Haustiere zwar einen ähnlichen „Familienmitglied“-Status wie in Deutschland, doch lange hatten die Briten äußerst strikte Quarantänebestimmungen – mit einer Quarantäne von bis zu sechs Monaten – die das Einreisen mit Tier nahezu unmöglich machten. Der Grund: Das seit Jahrzehnten als tollwutfrei geltende Großbritannien wollte sich vor dem Wiedereinschleppen der tödlichen Seuche schützen. Zum 01. Januar 2012 hat das Land seine Einreisebestimmungen für Tiere jedoch an jene der Europäischen Union angepasst, was das Urlauben mit Tier in England, Wales, Schottland und Nordirland deutlich angenehmer macht.

Darüber hinaus gibt es aber immer noch viele Länder, u.a. Australien, die die einheimische Tier- und Pflanzenwelt vor der Einwanderung fremder Arten bzw. vor dem Einschleppen von Krankheiten schützen. Entsprechend aufwändig und teuer ist die Einreise von Hund, Katze und Co.

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Welches sind die aktuellen EU-Bestimmungen zur Einreise von Tieren?

Voraussetzungen für die Reise mit Haustier von EU-Land zu EU-Land sind

  • ein EU-Heimtierpass
  • eine gültige Tollwutschutzimpfung
  • die Kennzeichnung des Tieres durch einen Mikrochip

Eine Kennzeichnung durch eine Tätowierung ist nicht mehr zulässig (es sei denn, sie wurde vor dem 03.07.2011 vorgenommen).

Bitte beachten Sie unbedingt: Bei der Tollwutschutz-Erstimpfung muss ein Tier mindestens drei Monate alt sein. Die Impfung wird als gültig bezeichnet, wenn sie mindestens 21 Tage zurückliegt!
Die Impfung muss entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers wiederholt werden. Eine Wiederholungsimpfung ist dann unmittelbar gültig.

Die Mitgliedstaaten der EU gestatten die Einreise eines Haustieres, das jünger als drei Monate und nicht geimpft ist, unter folgenden Umständen:

  • das Tier hat einen EU-Heimtierpass und ist gechippt
  • das Tier wurde seit seiner Geburt an dem Ort gehalten, an dem es geboren ist, ohne mit wildlebenden Tieren, die einer Infektion mit dem Tollwutvirus ausgesetzt gewesen sein könnten, in Kontakt gekommen zu sein (vom Tierarzt zu bestätigen)
  • alternativ: das Tier wird von seiner Mutter begleitet, von der es noch abhängig ist. In diesem Fall muss die Mutter die Einreisebedingungen erfüllen

Länder, in denen nur die EU-Bestimmungen zu beachten sind

Bulgarien, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien

Länder, in denen die EU-Bestimmungen plus nationale Sonderregelungen zu beachten sind

Belgien:

  • es besteht allgemeine Leinenpflicht

Dänemark:

  • die Einreise folgender Rassen ist verboten, sofern das Tier nach dem 17.03.2010 angeschafft wurde: Pitbull-Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak, Sarplaninac. Hintergrund des Verbots ist, dass die genannten Hunderassen als gefährlich eingestuft werden. Das Verbot gilt auch für Kreuzungen der betreffenden Hunderassen. Es obliegt dem Halter des Hundes, die Rasse oder den Typ zu dokumentieren, ebenso den Zeitpunkt der Anschaffung
  • bis auf wenige Ausnahmen besteht allgemeine Leinenpflicht

Finnland:

  • Hunde und Katzen müssen gegen Fuchsbandwürmer (Echinococcus multilocularis) mit Praziquantel 24-120 Stunden vor der Einreise behandelt werden. Dabei müssen Name und Dosierung des Präparates sowie die Form der Verabreichung (oral oder parenteral) im Heimtierausweis bescheinigt sein

Frankreich (einschl. Französisch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und Réunion):

  • die Verbringung von Kampfhunden der 1. Kategorie nach Frankreich ist verboten und wird als Straftat bewertet. Hierzu zählen Hunde, die aufgrund ihrer morphologischen Merkmale den Rassehunden Pitbulls (Stafforshire Terrier, American Staffordshire Terrier), Boerbulls (Mastiff) und Tosa zuzuordnen sind und in keinem vom internationalen Hundeverband (www.fci.be) zugelassenen Stammbuch eingetragen sind
  • 2. Kategorie: Die Einfuhr und das Verbringen von Hunden der 2. Kategorie ist erlaubt, wenn der Hund in einem vom internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen ist. Hunde, die ihren morphologischen Merkmalen nach dem Rassehund Rottweiler vergleichbar sind, gehören ebenso zur 2. Kategorie, benötigen aber kein Stammbuch. Hunde der 2. Kategorie müssen von einem Volljährigen an der Leine geführt werden sowie einen Maulkorb tragen. Die Hunde der 1. und 2. Kategorie dürfen nicht in öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Einrichtungen mitgenommen werden
  • Tiere, die länger als drei Monate bzw. dauerhaft bleiben, müssen identifiziert und in ein innerstaatliches Register eingetragen sowie gegen Tollwut geimpft werden

Großbritannien und Nordirland:

  • Hunde und Katzen müssen gegen Bandwürmer (Echinococcus multilocularis) mit Praziquantel 24-120 Stunden vor der Einreise behandelt werden. Dabei müssen Name und Dosierung des Präparates sowie die Form der Verabreichung (oral oder parenteral) im Heimtierausweis bescheinigt sein
  • in Großbritannien nicht zugelassene Hundetypen: Pitbull-Terrier, Japanese Tosa, Dogo Argentino, Fila Braziliero. Hier wird von „Typen“ – und nicht von Rassen – gesprochen, da die genannten Hundetypen in Großbritannien nicht als Rassen anerkannt werden

Irland:

  • Hunde und Katzen müssen gegen Bandwürmer (Echinococcus multilocularis) mit Praziquantel 24-120 Stunden vor der Einreise behandelt werden. Dabei müssen Name und Dosierung des Präparates sowie die Form der Verabreichung (oral oder parenteral) im Heimtierausweis bescheinigt sein

Italien:

  • ein Maulkorb und eine Leine sind mitzuführen
  • es ist verboten, Hunde und Katzen nach Italien zu bringen, die jünger als drei Monate sind und die keine Tollwut-Impfung erhalten haben. Dies gilt sowohl für die Einfuhr aus EU-Staaten als auch aus Nicht-EU-Staaten

Malta:

  • Hunde und Katzen müssen gegen Bandwürmer (Echinococcus multilocularis) mit Praziquantel 24-120 Stunden vor der Einreise behandelt werden. Dabei müssen Name und Dosierung des Präparates sowie die Form der Verabreichung (oral oder parenteral) im Heimtierausweis bescheinigt sein

Niederlande:

  • Pitbull-Regelung wurde aufgehoben. Alle auffällig werdenden Hunde sollen zukünftig einem Verhaltenstest unterzogen werden – unabhängig vom Erscheinungsbild

Portugal (einschl. Festland, Azoren und Madeira):

  • Leinen- und Maulkorbpflicht
  • Hunde dürfen nicht in Restaurants, an Strände und in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs mitgenommen werden. Mit der staatlichen Eisenbahn und auf Fähren dürfen Hunde jedoch transportiert werden

Schweden:

  • das Schwedische Zentralamt für Landwirtschaft empfiehlt, dass Hunde gegen Leptospirose und Hundestaupe geimpft werden
  • es besteht Leinenpflicht
  • Welpen und Jungkatzen unter drei Monaten dürfen nicht eingeführt werden
  • es gibt keine Einreiseverbote für spezifische Rassen
  • für die Einfuhr verschiedener Haustiere gilt, dass höchstens fünf Tiere gleichzeitig ins Land gebracht werden dürfen (z.B. zwei Hamster und drei Kaninchen oder vier Vögel und ein Hund)

Slowakische Republik:

  • Leinenpflicht und Hundeverbot werden von Gemeinden bzw. Städten in Ortsverordnungen geregelt

Slowenien:

  • Leinenpflicht für Hunde besteht auf allen öffentlichen Flächen, Maulkorbpflicht jedoch nur in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • die Mitnahme von Hunden in die meisten öffentlichen Gebäude, Geschäfte und Restaurants ist nicht gestattet. Ausgenommen sind Führhunde für Invaliden, denen der Eintritt in alle Gebäude und Verkehrsmittel gestattet ist. Maulkorbpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln besteht für diese Hunde nicht

Spanien:

  • regionale Regelungen hinsichtlich Leinenpflicht, Maulkorb, gefährlichen Rassen
  • Besitzer von Hunden, die zu den als potentiell gefährlich eingestuften Rassen gehören (Pitbull-Terrier, Staffordshire-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasiliero, Tosa-Inú, Akita-Inú) müssen sich zwecks Registrierung und Einhaltung der Vorschriften an die zuständige Gemeinde und autonome Regierung wenden
  • Hunde, Katzen und Frettchen, die jünger als drei Monate alt sind, dürfen nicht nach Spanien einreisen

Tschechische Republik:

  • Leinenpflicht und Hundeverbot werden von Gemeinden bzw. Städten in Ortsverordnungen geregelt

Ungarn:

  • für öffentlich zugängliche Plätzen besteht Leinenzwang, in öffentlichen Verkehrsmitteln auch Maulkorbpflicht
  • Hunde dürfen nicht in Seen (Balaton – Plattensee, Velence-See, Tisza-tó – Theiss-See) baden
  • sogenannte Kampfhunde (Bullterrier, Pitbull, Amerikanischer Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullmastif, Tosa-Inu, Argentinische Dogge, Bordeaux-Dogge, Fila Brasiliero und Bandog, sowie Mischlinge der oben aufgeführten Rassen) dürfen nicht einreisen

Zypern:

  • die Einfuhr von Tieren unter 111 Tagen Lebensalter ist nicht gestattet
  • die Einfuhr von folgenden Hunderassen ist nicht gestattet, ungeachtet deren Herkunft: American Pitbull-Terrier oder Pitbull-Terrier, Japanese Tosa oder Tosa Inu, Dogo Argentino oder Argentinian Mastiff und Fila Brasileiro oder Brazilian Mastiff.
  • bitte beachten: mind. 48 Stunden vor Ankunft des Tieres in Zypern ist dem Veterinäramt unter Angabe von Ankunftsdatum, Flugverbindung und Name des Tierhalters unter einer der folgenden Kontaktadressen durchzugeben: Fax: 00 357 / 22 / 80 51 74, e-Mail: animal.health@vs.moa.gov.cy, www.mfa.gov.cy

Europäische Länder mit teils sehr spezifischen Einreisebestimmungen:
Schweiz, Norwegen, Türkei, Kroatien (bitte vor Reiseantritt beim zuständigen Konsulat informieren)

Islamisch geprägte Länder (Auswahl):

Vereinigte Arabische Emirate:

  • Importgenehmigung benötigt; diese kann beim Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei eingeholt werden
  • Hunde und Katzen müssen bei der Einreise mind. 16 Wochen alt sein
  • es wird ein Gesundheitszeugnis benötigt, welches bestätigt, dass das Tier keine ansteckenden Krankheiten hat
  • außerdem müssen alle Tiere gegen Tollwut geimpft sein. Diese Tollwutschutzimpfung muss mindestens 30 Tage vor der Einreise erfolgt sein, darf aber nicht länger als ein Jahr zurückliegen
    zusätzlich muss jedes Tier über einen implantierten Mikrochip verfügen

Tunesien:

  • Tollwutimpfung muss mindestens 30 Tage zuvor und längstens vor sechs Monaten durchgeführt worden sein
  • ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis nicht älter als sechs Wochen mit der Bestätigung, dass innerhalb der letzten sechs Wochen (vor Abreise nach Tunesien) am Herkunftsort keine ansteckenden Tierkrankheiten verzeichnet waren, ist nötig
  • die Impfung gegen Staupe ist erforderlich
  • Mitnahme von Jagdhunden verboten

Ägypten:

  • Tollwutimpfung ist erforderlich, nähere Auskunft erteilt die Botschaft in Berlin: Tel. 030-477 5 47-0, Fax 030-477 10 49
  • das vom Amtstierarzt ausgestellte Gesundheitszeugnis darf nicht älter als 14 Tage sein
  • Quarantäne-Beamte entscheiden vor Ort, ob das Tier in Quarantäne kommt oder nicht; Höchstdauer 15 Tage (eine Quarantänestation befindet sich auf dem Flughafen Kairo, Kosten zu Lasten des Tierbesitzers)

Welche Länder haben die strengsten Einreisebestimmungen für Haustiere?

Es gibt Länder, in denen sich als Tierhalter ein Urlaub mit Hund oder Katze tatsächlich nicht „lohnt“ – z. B., weil das Tier vor der Einreise sehr lange und außerdem isoliert in Quarantäne bleiben muss. Hier einige Länder mit sehr strengen Einreisebestimmungen:

Island:

  • Importgenehmigungen werden nur auf Empfehlung des Leiters des Veterinäramtes und unter bestimmten Voraussetzungen erteilt
  • eine der Voraussetzungen ist, dass das Tier nach Ankunft in Island für eine Dauer von mehreren Monaten in völliger Isolation von anderen Tieren (Quarantäne) gehalten werden muss. Aus diesem Grund wird Touristen und Personen, die sich nur kurze Zeit in Island aufhalten, grundsätzlich keine Genehmigung erteilt

Australien:

  • Hunde und Katzen müssen sich mind. die letzten sechs Monate vor Einreise kontinuierlich im Exportland aufgehalten haben, Mindestalter sechs Monate, Mikrochip
  • icht länger als 3 Wochen trächtig und keine Saugwelpen
  • Einkreuzungen mit Wildtieren (z.B. Wolf) verboten, es sei denn, es sind seither mehr als fünf Generationen mit Haustieren reingezüchtet
  • Tollwutschutzimpfung, Blutprobe und Titerbestimmung > 0,5 IU/ml frühestens 60 Tage und längstens 12 Monate vor Einreise
  • Einreisegenehmigung beantragen und mindestens 30 Tage Quarantäne bei Einreise aus EU-Ländern
  • da das Tier frühestens 180 Tage nach der Titerbestimmung die Quarantäne verlassen darf, ist eine Wartezeit von 150 Tagen nach der Titerbestimmung anzuraten, um die Quarantänedauer auf die Mindestdauer von 30 Tagen zu beschränken
  • bei Erstimpfung gegen Tollwut darf frühestens nach 4 Wochen die Titerbestimmung durchgeführt werden
  • Dogo Argentino, Fila Brazileiro, Tosa-Inú, Pitbull-Terrier, American Pitbull oder Presa Canaria dürfen nicht einreisen
  • Australien erlaubt die Einfuhr von Hunden und Katzen nur über folgende Flughäfen: Sydney (New South Wales), Melbourne (Victoria), Perth (Western Australia). Aktuelle Informationen unter: www.affa.gov.au oder www.aqis.gov.au

USA:

  • Hunde und Katzen benötigen ein Gesundheitszeugnis mit Eintrag, dass sie frei von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten sind
  • Hunde müssen mindestens 30 Tage vor der Einreise gegen Tollwut geimpft sein, es sei denn, sie sind jünger als drei Monate oder halten sich seit mindestens 6 Monaten in einem von der U.S.-Public-Health-Service-Behörde für tollwutfrei erklärten Bezirk auf. Die Impfung darf bei der Einreise nicht länger als 12 Monate zurückliegen.
  • ist die Impfung nicht vollständig oder das Zertifikat nicht gültig, wird das Tier an einen Ort nach Wunsch des Besitzers verbracht, wo es innerhalb von vier Tagen und spätestens zehn Tage nach Grenzübertritt geimpft wird und an dem es 30 Tage eingesperrt verbleiben muss. Fand die Impfung weniger als 30 Tage vor der Einreise statt, muss das Tier an einem Ort nach Wunsch des Besitzers unter Verschluss so lange verbleiben, bis nach der Impfung 30 Tage vergangen sind
  • Welpen, die jünger als 12 Wochen sind, können ohne Impfung in die Vereinigten Staaten einreisen. Die Tollwutimpfung muss dann in den Vereinigten Staaten erfolgen, die Tiere müssen mindestens 30 Tage nach erfolgter Impfung an einem Ort nach Wunsch des Besitzers unter Verschluss verbleiben

Wenn Sie eine Urlaubsreise planen, auf die Sie Ihr Haustier mitnehmen wollen, ist Ihr Tierarzt auch immer ein sehr guter Ansprechpartner. In vielen Praxen gibt es aktuelles Infomaterial zu den internationalen Einreisebestimmungen. Ihr Tierarzt wird Sie auch dahingehend beraten, wie Ihr Hund oder Ihre Katze den Flug möglichst stressfrei erleben kann. Weitere Informationen über die Flugreise mit Haustier finden Sie hier.

Weiterführende Infos/Links:
„Hunde chippen“, Futterhaus TV: https://www.youtube.com/watch?v=QmUcFEiMZaI

Fliegen mit Hund

Schon vor den Ferien stand für Familie K. aus München fest: Ihre Jack-Russell-Terrier-Hündin „Emma“ kommt mit nach Mallorca. Denn Hunde dürfen doch in den Flieger, oder?

Bei den allermeisten Fluggesellschaften: Ja. Kleine Hunde bis zu einer gewissen Gewichtsgrenze dürfen in die Passagierkabine mitgenommen werden, größere Hunde fliegen im Frachtraum mit (ausgenommen Begleithunde für Fluggäste mit Behinderung – diese Hunde dürfen, egal wie groß sie sind, kostenlos in der Kabine mitfliegen). Es liegt auf der Hand, dass man vor der Reise natürlich die Einreisebestimmungen des Zielorts klären muss.

Viele Fluggäste, die Airport-Hotels und alternative und günstigere Parkplätze nutzen, lassen ihren Hund jedoch noch oft zuhause, wenn sie in die Ferien fliegen. Gründe sind zum Beispiel Sorgen um die Gesundheit des Tieres während des Fluges oder die Kosten für das Zusatz-Ticket bzw. die Anschaffung einer genormten Transportbox.

Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

Um diese Unsicherheit zu nehmen und darüber hinaus ganz grundlegende Informationen zur Verfügung zu stellen, haben wir die beiden größten deutschen Fluggesellschaften (Lufthansa und Air Berlin) und ihre Bestimmungen/Preise zur Hundebeförderung miteinander verglichen sowie mit Condor auch eine typische „Urlaubs“-Airline miteinbezogen, deren Ziele sich hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Nordafrika, Mittelamerika und in der Karibik befinden. Eine Liste mit weiteren beliebten Airlines sowie solchen mit strikteren/teils abweichenden Bestimmungen findet sich zusätzlich am Ende dieses Artikels.

Des Weiteren erklären wir in unserem Flugreisemagazin u.a., welche Vorkehrungen für den Flug mit Hund zu treffen sind, wie Hunde den Flug erleben und worauf bei einer Transporttasche oder -box zu achten ist.

Unter welchen Voraussetzungen darf mein Hund fliegen?

Als Jack-Russell-Terrier ist „Emma“ fein raus, was das Mitreisen im Flugzeug angeht. Sie wird den Flug vermutlich ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen hinter sich bringen – anders als beispielswiese Mops, Bulldogge, Boxer, Pekinese & Co., also Hunde mit kurzen Köpfen und stumpfen Nasen. Durch die erschwerte Atmung haben diese Rassen ein höheres Risiko, bei Stress oder hohen Temperaturen Kreislaufprobleme oder sogar einen Herzinfarkt zu bekommen.

Für den Hund heißt es zuhause erstmal: Ab auf die Waage. Denn vom Gesamtgewicht des Tieres plus seiner Transporttasche machen Airlines die Beförderung in der Passagierkabine abhängig. „Emma“ hat Glück – mit ihren 4,9 kg plus 1 kg Taschengewicht liegt sie bei Condor gerade noch in der Norm.
Merke: Entscheidend sind also immer Rasse und Gewicht.

Bestimmungen zur Hundebeförderung:

Condor:
Gewichtsgrenze für Beförderung in der Kabine: 6 kg inkl. Box
Hund darf nur mit einer Begleitperson fliegen
Nicht befördert werden sogenannte Listenhunde („Kampfhunde“)

Lufthansa:
Gewichtsgrenze für Beförderung in der Kabine: 8 kg inkl. Box
Tiere können unbegleitet fliegen (mit Lufthansa Cargo)
Für die Mitnahme von Listenhunden gelten gesonderte Bedingungen, z. B. spezieller Käfig (Infos im Lufthansa Reservierungsbüro)

Air Berlin:
Gewichtsgrenze für Beförderung in der Kabine: 10 kg inkl. Box
Hund darf nur mit einer Begleitperson fliegen
Nicht befördert werden sogenannte Listenhunde („Kampfhunde“)

Wie organisiere ich die Flugreise für meinen Hund?

Wie der Mensch braucht der Hund für den Flug gültige Reisedokumente, seit 2004 benötigen reisende Haustiere außerdem einen Mikrochip. Beim Tierarzt lässt man den Hund chippen und erwirbt den in den Ländern der Europäischen Union vorgeschriebenen Heimtierausweis. Dieser „Tierpass“ bestätigt, dass der Hund gegen Tollwut geimpft ist – diese Impfung muss also ebenfalls rechtzeitig vor Reiseantritt erfolgen. Der Ausweis ist zwar auch für Reisen außerhalb der EU nützlich, jedoch gibt es hier von Land zu Land ganz unterschiedliche Bestimmungen, die vor Reiseantritt geklärt werden sollten. Manche Airlines wie Condor koppeln die Hundebeförderung daran, dass das Tier nur mitnehmen darf, wer im Heimtierausweis als Besitzer eingetragen ist.

Der Hund sollte bei der Buchung des Fluges frühzeitig angemeldet werden, da es normalerweise pro Flug nur eine begrenzte Anzahl an Tieren in der Passagierkabine geben darf. Seine Beförderung wird als Zusatzleistung verbucht oder als eigenes Ticket. Auch am Tag des Abflugs sollten Fluggäste mit Hund etwas früher am Check-in sein – bei Air Berlin z. B. spätestens 60 Minuten vor Abflug bei Kurz- und Mittelstreckenflügen sowie 90 Minuten bei Langstreckenflügen.

Welche Kosten verursacht das Fliegen mit Hund?

Das Hunde-Flugticket bzw. die Zusatzleistung der Hundebeförderung kann von 35 bis 300 Euro kosten. Das hängt nicht nur von der Airline ab, sondern auch davon, ob es sich z. B. um eine Kurz- oder eine Langstrecke handelt, auf die man seinen Vierbeiner mitnimmt.
Familie K. hat bei Condor noch ein Hunde-Ticket mit Frühbucherrabatt ergattern können. Da ihr Flug sich innerhalb Zone 1 bewegt (bei dieser Airline: Balearen, spanisches/portugiesisches Festland, Kroatien, Bulgarien), kostet „Emmas“ Transport nur 49,99 Euro.

Überblick über die Normalpreise für Hunde-Tickets:

Condor: 49,99 (kleiner Hund, Kabine, Kurzstrecke) – 94,99 Euro (großer Hund, Frachtraum, Langstrecke)
Lufthansa: 35 (kleiner Hund, Kabine, Kurzstrecke) – 300 Euro (großer Hund, Frachtraum, Langstrecke)
Air Berlin: 40 (kleiner Hund, Kabine, Kurzstrecke) – 250 Euro (großer Hund, Frachtraum, Langstrecke)

Mitreisen des Hundes in der Kabine

Fliegen mit Hund, Transporttasche Haustier

Hund darf in der Transporttasche mitfliegen © Monika-Wisniewska / Fotolia.com

Ein Transportbehältnis ist Pflicht, wenn man mit seinem Hund fliegt. Dieses muss den Bestimmungen der Airline entsprechen.

Erlaubte Maße:
Condor: max. 55 x 40 x 20 cm
Lufthansa: max. 55 x 40 x 23 cm
Air Berlin: max. 55 x 40 x 23 cm

Außerdem gilt:

  • Behältnis muss luftdurchlässig, ausbruchsicher, bissfest und wasserdicht sein
  • Tier muss darin in natürlicher Haltung aufrecht stehen und sich umdrehen können
  • Behältnis muss bei Start/Landung, manchmal auch über die ganze Flugdauer, unter dem Sitz verstaut werden und darf nicht geöffnet werden

Transporttaschen oder -boxen für kleine Hunde bekommt man im Tierfachgeschäft. Beim Kauf das Eigengewicht des Behältnisses berücksichtigen – man will schließlich am Check-in, wenn Tasche/Box inklusive Hund gewogen werden, keine unangenehme Überraschung erleben, die dazu führen kann, dass das Tier doch im Frachtraum mitfliegen muss.

Es ist sinnvoll, dem Hund für die Dauer des Fluges zur Beruhigung eine Schmusedecke oder sein Lieblingsspielzeug mit hineinzugeben. Zusätzlich ein kleines Notfallset dabeizuhaben (Papiertaschentücher, Leckerlis) schadet nicht.

Mitreisen des Hundes im Frachtraum (Transportbox)

Die Box oder den Käfig für den Transport im Frachtraum des Flugzeugs können Hundebesitzer von einigen Fluglinien leihen. Es wird jedoch empfohlen, das Behältnis für den Transport selbst zu stellen, da die eigene Box den vertrauten Geruch von Zuhause trägt und der Hund dadurch weniger verunsichert ist. Sinnvoll ist es, das Behältnis mit dem Ankunftsflughafen, der Privatadresse sowie mit dem Namen des Tieres zu beschriften. Letzteres, da die Mitarbeiter der Fluggesellschaft dadurch den Hund direkt ansprechen und beruhigend auf ihn einwirken können.

Lufthansa macht, im Gegensatz zu den meisten anderen Fluggesellschaften, genaue Angaben zu den Maßen dieser Frachtraumbehältnisse und lässt vier Größen zu:

  • Größe 1: 60 x 45 x 40 cm
  • Größe 2: 80 x 55 x 55 cm
  • Größe 3: 100 x 65 x 70 cm
  • Größe 4: 125 x 75 x 85 cm

Generell ist Folgendes zu beachten:

  • auch im Transportbehälter für den Frachtraum muss der Hund aufrecht stehen/sich umdrehen können
  • Boden der Box muss mit saugfähiger Unterlage auslaufsicher ausgelegt werden (Zeitungen, Pappe)
  • Innenraum darf keine spitzen Kanten, Nägel etc. aufweisen
  • Leine und Geschirr nicht hineinlegen – Strangulationsgefahr für den Hund!

Futter- und Wasserschalen nicht befüllen, da der Inhalt verschüttet werden kann oder der Hund zur ungünstigen Zeit „muss“. Besser: Am Check-in klären, ob und wann der Hund, insbesondere bei Anschlussflügen/Umstiegen, zwischendurch von Mitarbeitern der Airline versorgt werden kann.

Hund im Flugzeug, Hund im Frachtraum

Dem Hund soll es gut gehen: Flugreise im Frachtraum © barnesphoto / Fotolia.com

Einige Airlines erlauben, beim Verladen des Tieres in den Bauch des Flugzeuges zuzusehen, andere nicht; normalerweise wird jedoch spätestens vor dem Start ein Flugbegleiter Bescheid geben, dass der Hund sicher an Bord genommen wurde. Entgegen der Befürchtung vieler Hundebesitzer ist es im Frachtraum von Flugzeugen übrigens nicht lebensbedrohlich kalt; die Durchschnittstemperatur beträgt dort 8 C°, was für Hunde aufgrund ihres Fells gut verträglich ist. Nach der Landung sieht man sein Tier normalerweise auch schnell wieder. Der Transportbehälter wird nicht wie ein Koffer mit dem Band befördert, sondern von Flughafenmitarbeitern direkt in den Gepäckbereich geschoben.

Wie Tiere im Flugzeug mitfliegen, zeigt dieses Video von „Wissen macht Ah“

Wie bereitet man den Hund auf den Flug vor?

Während manche Hunde nur mit Leckerlis und unter gutem Zureden in ihre Box befördert werden können, steigt „Emma“ freiwillig und ganz ohne Probleme hinein. Kein Wunder, denn die Transportbox für die Passagierkabine ist gleichzeitig zuhause ihr Rückzugsort, Familie K. hat die Hündin von klein auf an die Box gewöhnt.
Doch was, wenn man den Transportbehälter erst vor kurzem gekauft hat? Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Mit dem Hund üben

Den Behälter zuhause aufstellen und das Tier in die Box steigen lassen. Die Tür schließen und den Hund anschließend für das ruhige Verbleiben belohnen. Allmählich die Tür für einen immer längeren Zeitraum geschlossen halten (bis zu einer halben Stunde).

  • Medikation

Bestimmte Medikamente, vor Flugbeginn z. B. in einem Stückchen Leberwurst verabreicht, werden den Hund die Reise verschlafen oder zumindest in einem Dämmerzustand erleben lassen. Jedoch: Beruhigungsmittel belasten immer den Kreislauf und können auch zu unvorhergesehenen Komplikationen führen. Immer vorher den Tierarzt konsultieren, niemals „auf gut Glück“ eine Beruhigungstablette verabreichen!

Etwa fünf Stunden vor Abflug sollte das Tier nichts mehr zu fressen bekommen. Ein letztes Gassigehen auf dem Flughafengelände sollte aber vor Abflug nicht vergessen werden!

Entspannt den Urlaub mit Hund beginnen

Wir empfehlen, am Vorabend des Fluges mit dem Tier im Airport Hotel einzuchecken (in den allermeisten sind Haustiere erlaubt) und dort zu übernachten. Eine Nacht in Flughafennähe ist einfach die beste Möglichkeit, um den Stress für den Hund, aber auch für sich selbst, so gering wie möglich zu halten. Sollte es wider Erwarten bei Anfahrt und Parkplatzsuche hektisch zugehen, haben Sie und Ihr Hund auf diese Art noch genug Zeit, um wieder „runterzukommen“. Der intensive Kontakt zu „seinem“ Menschen kann den Hund im besten Fall so entspannen, dass am nächsten Tag vielleicht gar keine beruhigenden Medikamente zum Einsatz kommen müssen. Vor dem Flug lassen Sie sich und den Hund dann einfach rechtzeitig mit dem Shuttle zum Terminal bringen.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Familie K. ist beim Start der Maschine jedenfalls froh, dass „Emma“ relaxt in ihrer Box liegt und döst. Nach Ankunft auf Mallorca gut zwei Stunden später darf sie sogar als eine der ersten mit ihren Besitzern das Flugzeug verlassen und eine ausgiebige Gassirunde gehen. Alles ist ohne Malheur überstanden – der Urlaub kann beginnen.

Weitere Informationen:

Porträt von Lufthansa über die „Animal Lounge“ am Frankfurter Flughafen: https://www.lufthansagroup.com/themen/animal-lounge.html
GEO/Reisewissen zum Thema Fliegen mit Hund
Mit Hund nach Australien auswandern: To-Do-Liste/Erfahrungsbericht