Fünf traumhafte Weihnachts- und Winterreisen

Nordlicht, Aurora borealis, Skandinavien

Polarlichter © unsplash.com/pexels.com

Der Dezember ist keine gute Reisezeit? Von wegen. Wir haben fünf Reiseziele und Unternehmungen in Europa und Übersee entdeckt, die in der Adventszeit besonders magisch sind. Unsere Tipps:

  • Das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi, Finnland
  • Kleine Zeitreise ins Charles-Dickens-Museum, London
  • Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Budapest
  • New York City – Manhattan und Central Park
  • Hundeschlittenfahren unterm Nordlicht

Das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi, Finnland


Die Hauptstadt des finnischen Teils Lapplands wird auch „Tor zum Norden“ genannt, da die Grenze zum Polarkreis mitten durch sie verläuft. Bekannter ist Rovaniemi allerdings für das sich hier befindende, drollige „Heimatdorf des Weihnachtsmanns“, Santa Claus Village . Dort können Große und Kleine den Rauschebart höchstpersönlich in seinem Häuschen antreffen und sich mit ihm fotografieren lassen. Außerdem gibt es eine Ausstellung mit den schönsten weihnachtlichen Objekten und Bräuchen aus aller Welt zu besichtigen, sowie zahlreiche Läden, die die Besucher dazu einladen, sich mit finnischen Weihnachtsspezialitäten (z. B. Rentier-, Beeren- und Kräuterdelikatessen) einzudecken. Und die Übernachtung? Findet natürlich im Iglu-Hotel statt, das dem Dorf angeschlossen ist.

Und wer jetzt denkt, die Anreise zum Weihnachtsmanndorf sei zu beschwerlich, irrt: Rovaniemi hat einen eigenen Flughafen und wird mehrmals täglich von Finnair und Norwegian Air Shuttle von Helsinki aus angeflogen; für 2017 ist eine Direktverbindung nach Berlin geplant.

Kleine Zeitreise ins Charles-Dickens-Museum, London

Wie hat der Autor des weltberühmten „A Christmas Carol“ (dt. „Eine Weihnachtsgeschichte“) um den hartherzigen Ebenezer Scrooge eigentlich das Fest der Feste gefeiert? Im Charles Dickens-Museum im Londoner Stadtteil Camden kann man in der Adventszeit einen Eindruck davon bekommen: Das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers ist nun im Stil eines altenglischen, viktorianischen Weihnachtens geschmückt – so originalgetreu, dass man glaubt, Dickens und seine Familie kämen gleich durch die Tür, um an der Festtafel mit dem feinen Silberbesteck und dem blau-weißen Zwiebelmustergeschirr Platz zu nehmen. Und ist das etwa Pferdegetrappel, das von draußen hereintönt? Nach dem Ausflug ins 19. Jahrhundert locken im kleinen Museumscafé ein klassischer Darjeeling- oder Earl Grey-Tee, dazu ein Stück Kuchen.

Tipp: Legen Sie, wenn Sie schon mal hier sind, unbedingt einen Shopping-Stopp auf der prunkvoll erleuchteten Einkaufsmeile Oxford Street ein! In Sachen Weihnachtsdeko kann es keine andere europäische Stadt mit London aufnehmen.

Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Budapest


Dresden, Salzburg, Nürnberg, Köln: die Weihnachtsmärkte in diesen Städten sind weltberühmt, hochfrequentiert und die dort angebotenen Waren werden, zumindest gefühlt, mit jedem Jahr teurer. Die Alternative wäre ein origineller Weihnachtsmarkt, der einerseits für den schmalen Geldbeutel erschwingliche Vergnügungen bereithält, andererseits jedoch nicht von billiger Massenware überflutet wird. Aber gibt es so etwas überhaupt noch?

Oh ja! Und zwar in der Budapester Altstadt auf dem Vörösmarty-Platz. Sowohl Einheimische als auch Touristen lieben den dortigen Weihnachtsmarkt für seine traditionellen, von Hand gemachten Produkte aus allen Teilen des Landes (Holzschnitzereien, Baumkuchen, krachend scharfe Würstchen). Ein spezielles Komiteé wählt jährlich gemeinsam mit dem ungarischen Handwerksverband nach strengen Kriterien aus, was hier feilgeboten werden darf. Volkstümliche Konzerte, Tänze und Puppentheater-Vorstellungen sorgen für die Unterhaltung.

Nach dem Weihnachtsmarktbesuch heißt es: ab ins nahe Széchenyi Bad, dem größten der Budapester Thermalbäder. Hier lässt es sich nach den eisigen Temperaturen eines ungarischen Wintertags wieder herrlich aufwärmen und entspannen. Fertig ist der weihnachtlich-romantische Kurztrip – mit dem Flieger ist Budapest nämlich von Hamburg oder Berlin aus in eineinhalb, von München aus in nur eineinviertel Stunden zu erreichen.

New York City – Manhattan und Central Park

New York City im Dezember ist ein Erlebnis – nicht nur für Kinder! Insbesondere in Manhattan wetteifern Geschäfte, Ladenzeilen, ganze Straßen und Viertel um die größte, beste, verschwenderischste Deko und Beleuchtung. Auch das 381 Meter hohe Empire State Building erstrahlt nach Einbruch der Dunkelheit nun in den weihnachtlichen Farben Rot und Grün. Zwar ist das absolute Zentrum des Weihnachtsfeelings der 18-Millionen-Metropole der riesige, mit 30.000 bunten LED-Lämpchen geschmückte Christbaum vor dem Rockefeller Center. Doch in festliche Stimmung versetzt auch ein Besuch des historischen Einwandererviertels Little Italy rund um die Mulberry Street, welches Weihnachten mit eigenen Paraden und Live-Musik feiert. Krönender Abschluss eines Weihnachtsbesuches in New York sollte eine Runde auf der Schlittschuhbahn im Central Park sein.

Tipp: Ein NYC-Trip lohnt sich sogar für ein verlängertes Wochenende. Die Flugdauer beträgt zwar knapp neun Stunden, da Sie jedoch gen Westen reisen, wird Ihr Tag länger – wer morgens um Zehn z. B. von Frankfurt/M. abfliegt, trifft in New York gegen 13 Uhr ein. Nur beim Rückflug wird Ihnen die dazu gewonnene Zeit natürlich leider wieder „geklaut“.

Hundeschlittenfahren unterm Nordlicht

Schlittenhunde, Huskys

Hundeschlittenfahrt © unsplash.com/pexels.com

Eine Fahrt mit einem Huskyschlitten über die tiefverschneiten Ebenen Skandinaviens ist ein einzigartiges Erlebnis. Wenn die einsamen, dunklen Wälder vorbeiziehen und nur das Knirschen der Hundepfoten auf dem Schnee zu hören ist, wenn die zugefrorenen Seen glitzern und sich über ihnen der knallblaue Himmel spannt, öffnet sich die Seele und empfindet man sich auf ganz ursprüngliche Weise verbunden mit der Natur.

Die Dauer einer Tour mit dem Hundeschlitten kann zwischen wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen betragen, im letzteren Fall wird oft in der Gruppe in einer einfachen Hütte oder einem Zelt übernachtet. Überdurchschnittliche körperliche Fitness oder Kraft sind nicht nötig, daher können sogar Kinder ab ca. 12 Jahren bei diesem Outdoor-Abenteuer mitmachen. Statt den Schlitten selbst zu lenken, kann man natürlich auch ganz gemütlich als Beifahrer mitreisen. Wichtig ist in jedem Fall ein gewisser Team Spirit. Und mit ein bisschen Glück leuchtet Ihnen in den Nächten sogar das Polarlicht (Aurora borealis) …

Anbieter von Hundeschlittentouren sind vor allem im Norden Schwedens und Finnlands sehr verbreitet. Sollten Sie also mitten im deutschen Schmuddelwinter Sehnsucht nach echter, ursprünglicher Winterpracht haben, dann besteigen Sie zwischen Dezember und März ein Flugzeug, z. B. über Stockholm nach Kiruna in Lappland, und verbringen Sie einige Tage auf einer der zahlreichen Huskyfarmen der Region. Aufenthalt und Fahrten sind oft als Paket buchbar.

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