Alleinreisende Kinder im Flugzeug – Tipps und Hinweise

In Zeiten, in denen Patchworkfamilien immer häufiger werden, ist es gar nicht unüblich, dass einzelne Familienmitglieder über Länder oder ganze Kontinente hinweg verstreut leben. Das führt dazu, dass zu Ferienbeginn und am Wochenende gerade Kinder oft große Distanzen überwinden, um Oma, Opa, Mama oder Papa wiederzusehen.

Denn: Kinder dürfen auch ganz alleine mit dem Flugzeug reisen; geschultes Personal sorgt dann dafür, dass die kleinen Passagiere sicher von A nach B kommen. Doch wie funktioniert das im Detail?

Wir von Parken und Fliegen wollen Ihnen zu dem Thema Rat geben und Fragen zur Altersgrenze der alleinreisenden Kinder, den spezifischen Regelungen einzelner Airlines, zum Betreuungsservice und zu notwendigen Dokumenten beantworten. Damit möchten wir Ihnen die Reisevorbereitung erleichtern. Denken Sie daran, dass Sie bei uns auch komfortable Serviceleistungen rund um Ihre Flugreise buchen können: Parkplatz, Hotel und Shuttleservice.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Ab wann dürfen Kinder alleine fliegen?

In der Regel dürfen Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren bei den meisten Fluggesellschaften alleine fliegen, wenn sie entweder

  • den Betreuungsdienst der Airline in Anspruch nehmen oder
  • zusammen mit einer Person reisen, die mindestens 12 Jahre alt ist

Geschwisterkinder, von denen eines alt genug ist, dürfen also gemeinsam verreisen, ohne dass eine Betreuung hinzugebucht werden muss. Eltern sollten sich in diesem Fall allerdings sicher sein, dass das ältere Kind die Flugreise mit dem Geschwisterkind auch meistern kann.

Da die Airlines ihre Beförderungsbestimmungen jedoch individuell festlegen und die Einreisebestimmungen für alleinreisende Kinder auch von Zielland zu Zielland unterschiedlich sein können – in manchen Fällen sind beglaubigte Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten notwendig – raten wir Ihnen, sich vor der Reise Ihres Nachwuchses sorgfältig darüber zu informieren und alle nötigen Formalitäten rechtzeitig zu erledigen.

Welche Fluggesellschaften betreuen alleinreisende Kinder?

Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten nationalen und internationalen Fluggesellschaften und ihre Bestimmungen und Leistungen hinsichtlich alleinreisender Kinder:

  • Air France:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 15 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 4 Jahre (Höchstalter: 17 Jahre)

  • Air Berlin:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 12 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 4 Jahre (Höchstalter: 17 Jahre)

  • British Airways:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 12 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 18 Jahre)

  • Emirates:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 12 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 15 Jahre)

  • Eurowings:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 12 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 15 Jahre)

  • KLM:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 15 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 17 Jahre)

  • Lufthansa:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 12 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 17 Jahre)

  • Qatar:

Mindestalter für Beförderung ohne Betreuung: 16 Jahre
Mindestalter für Nutzung des Betreuungsservice: 5 Jahre (Höchstalter: 15 Jahre)

  • EasyJet:

Mindestalter für Beförderung: 14 Jahre – kein Betreuungsservice!

  • Ryanair:

Mindestalter für Beförderungen: 16 Jahre – kein Betreuungsservice!

Zusammengefasst: Bis zu seinem 12. Lebensjahr benötigt ein alleinreisendes Kind (also ohne eine begleitende Person, die mind. 12 Jahre alt ist) immer eine Betreuung, um mit dem Flugzeug befördert zu werden. Zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr des Kindes können Eltern frei entscheiden, ob Sie dieses Angebot buchen wollen.

Was kostet die Betreuung eines Kindes im Flugzeug?

Die Preise für die Betreuung an Bord sind je nach Airline unterschiedlich und werden zusätzlich zu den Ticketkosten erhoben. (Kinder unter 12 Jahren zahlen bei den meisten Airlines etwa 75-80 Prozent des regulären Ticketpreises; über diesem Alter wird der volle Ticketpreis fällig.)

Pro Strecke, pro Kind, müssen Sie mit folgenden Kosten je nach Airline rechnen – ein kurzer Vergleich:

  • Eurowings: 50 EUR
  • Condor: 49,99 EUR (mit Frühbucherrabatt, Zone 1: Mitteleuropa) – 84,99 EUR (Normalpreis, Zone 5: Nordamerika)
  • Lufthansa: 60 EUR (Flugstrecke innerhalb Deutschlands oder Europas); 100 EUR (interkontinentale Flugstrecke)

Wenn Sie den Betreuungsservice für Ihr alleinreisendes Kind in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie diesen frühzeitig anmelden und bezahlen – idealerweise bereits mit der Buchung und Bezahlung des Flugtickets. Bei einigen Airlines kann die Betreuung auch noch „last minute“ am Schalter gebucht und die entsprechende Gebühr dort entrichtet werden. In letzterem Fall sollten Sie jedoch mindestens 90 Minuten vor Abflug am Check-in erscheinen, da Sie erst noch ein Formular ausfüllen müssen (hier ein Beispiel von Lufthansa).

Was Ihr Kind benötigt, um alleine mit dem Flugzeug zu verreisen

Im Idealfall haben Sie das Betreuungsformular im Vorfeld ausgefüllt. Hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was Sie grundsätzlich vorzeigen sollten, sobald Sie mit Ihrem Kind am Check-in-Schalter eintreffen:

  • den gültigen Personalausweis oder (Kinder-) Reisepass Ihres Kindes
  • die Bordkarte (falls Sie Ihr Kind bereits online eingecheckt haben)
  • den Ausdruck der Buchungsbestätigung oder Rechnung
  • die Quittung über die Betreuungsgebühr
  • das ausgefüllte Betreuungsformular
  • weitere gff. für die Reise notwendigen Dokumente, z. B. beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten, Visum, Impfpass, Geburtsurkunde, Allergieausweis
  • Ihren eigenen gültigen Personalausweis oder Reisepass (egal, ob Sie ein leiblicher Elternteil oder der Opa, die Tante, das Kindermädchen sind)

Tipp: Eine anschauliche Checkliste für die Reiseorganisation von Kindern hat u. a. die Lufthansa erstellt. Diese Liste können Sie herunterladen, ausdrucken und die einzelnen Punkte abhaken.

Nach dem Check-in bekommt Ihr Kind bei vielen Fluggesellschaften einen Brustbeutel in Signalfarben, welcher alle wichtigen Reiseunterlagen enthält, und auf dem auch Ihr Name/Ihre Kontaktdaten sowie jene der Person, die das Kind am Zielflughafen abholen wird, notiert ist. Allerdings verfahren nicht alle Airlines so! Damit Ihr Kind nicht mit losen Reisedokumenten in den Hosentaschen herumläuft, nehmen Sie stets einen eigenen Brustbeutel oder eine eigene Bauchtasche mit, die an der Kleidung Ihres Kindes befestigt werden kann, und in der die Unterlagen sicher verstaut werden können.

Was umfasst die Betreuung für alleinreisende Kinder?

Boarding:

Nachdem Sie Ihr Kind am Schalter für den Betreuungsservice angemeldet bzw. eingecheckt haben, erhalten Sie als Begleitperson einen speziellen Ausweis, der Ihnen erlaubt, den kleinen Passagier bis zum Abfluggate zu bringen. Dort wird er vom Airlinepersonal in Empfang genommen und darf am Pre-Boarding teilnehmen – also als einer der ersten Passagiere ins Flugzeug steigen.
Warten Sie im Flughafen, bis die Maschine Ihres Kindes auch tatsächlich abgehoben ist. Im Falle eines Flugausfalls können Sie Ihr Kind dann zumindest ohne große Probleme wieder mit nach Hause nehmen.

Im YouTube-Kanal von Eurowings zeigt ein Video, wie die 6-jährige Paula von Stuttgart alleine zu ihrer Mutter nach Berlin fliegt, und welche Betreuungsleistungen sie während der Reise erhält:

Tipps, wie Sie Ihrem Nachwuchs die Nervosität vor der Flugreise nehmen, finden Sie zusätzlich im Beitrag „Fliegen mit Kindern – Vorbereitung ist das A und O“ in unserem Flugreisemagazin.

Während der Flugreise:

An Bord wird Ihre Tochter oder Ihr Sohn so weit vorne wie möglich, normalerweise in der ersten oder zweiten Reihe, Platz nehmen dürfen. Dieser Sitzplatz, der von der Cabin Crew hervorragend überblickt werden kann, wurde bereits bei der Anmeldung des Betreuungsservice vorsorglich für Ihr Kind reserviert. Zudem erhält Ihr Kind selbstverständlich Hilfe beim Verstauen seines Handgepäcks und beim Anlegen des Sicherheitsgurtes.

Bei manchen Fluggesellschaften enthält die Betreuungsleistung auch ein Kindermenü – bei anderen muss man dieses extra bis 24 Stunden vor Abflug bestellen. Diese kindgerechten Mahlzeiten sind normalerweise gesund, lecker und einfach zu essen.
Bitte außerdem beachten: Benötigt Ihr Kind während der Flugreise Medikamente, so muss es unbedingt selbst in der Lage sein, diese wie vom Arzt verordnet einzunehmen.

Mehr zum Thema Medikamente an Bord erfahren Sie in unserem Beitrag „Fliegen mit Herzproblemen“.

Nach der Landung:

Angekommen am Zielort, wird Ihr Kind als einer der ersten Fluggäste aussteigen dürfen. Zusammen mit seinem Gepäck wird es nun von einem Mitarbeiter der Airline in die Betreuungslounge oder direkt bis zum Ankunftgate gebracht. Dort sollte bereits die Person warten, die Sie als Abholer Ihres Kindes bestimmt haben.

Die Mitarbeiter der Fluggesellschaften prüfen in dieser Situation immer zusätzlich, ob es sich bei dieser Person auch um die im Betreuungsformular genannte handelt. Informieren Sie den Abholer daher unbedingt darüber, dass er/sie ein gültiges Ausweisdokument mit sich führen muss.

Was sollten alleinreisende Kinder im Handgepäck mitnehmen?

Das Handgepäck von Kindern darf bei Flugreisen genau so groß bzw. schwer sein wie das von erwachsenen Passagieren – in der Regel handelt es sich dabei um die Maße 55 x 40 x 20 cm und ein erlaubtes Gewicht von etwa 8 kg (von Fluglinie zu Fluglinie jedoch leicht variierend). Denken Sie beim Packen jedoch daran, dass Ihr Kind dazu fähig sein muss, das Handgepäck alleine zu transportieren. Weitere Vorschriften zum Handgepäck und dessen Inhalt im Allgemeinen können Sie in unserem Flugreisemagazin im Beitrag „Gepäck im Flugzeug – welche Bestimmungen gelten?“ nachlesen.

Alleinreisende Kinder sollen sich während der Flugreise natürlich wohl fühlen. Daher bietet es sich an, Ihrem Nachwuchs einige vertraute Dinge wie das Lieblingsspielzeug oder eine Schmusedecke ins Handgepäck zu packen. Ein mp3-Player mit Musik oder Hörbüchern, ein Malblock mit Stiften oder ein Tablet mit kindgerechten Filmen vertreibt die Langeweile.

Tipp: Das heißgeliebte Kuscheltier oder Gute-Nacht-Buch ebenfalls unbedingt im Handgepäck und nicht im Aufgabegepäck des Kindes unterbringen. Koffer können sich selbst auf Inlandflügen mal verspäten oder schlimmstenfalls verloren gehen. Außerdem empfehlenswert im Handgepäck sind Kaugummis und/oder ein paar Süßigkeiten gegen den Ohrendruck.

Um sich vor der Flugreise Ihres Kindes die nervenaufreibende Parkplatzsuche zu ersparen und garantiert pünktlich am Check-in zu sein, empfehlen wir außerdem die vorherige Reservierung eines Flughafenparkplatzes über uns.

Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

Quellen und weitere Informationen:

Lufthansa: Alleinreisende Kinder

Kidsaway.de: Fliegen ohne Eltern – die wichtigsten Fakten

n-tv.de: Ohne Eltern – ab ins Flugzeug

faz.net: Die Kleinsten unter den Vielfliegern

Lufthansa: Länderspezifische Reisebestimmungen für Kinder und Jugendliche

Sicher im Flugzeug mit Kindersitz und Co.

Wenn im Flugzeug bei Start und Landung die Anschnallzeichen aufleuchten und aus den Bordlautsprechern die Aufforderung „Please fasten your seatbelts“ ertönt, dann ist klar, was gefordert ist: Alle Passagiere sollen sich mit dem Gurt sichern. Das gilt in besonderem Maße für mitreisende Kinder, da diese bei Turbulenzen oder heftigem Abbremsen der Maschine (z. B. bei abgebrochenem Start) schwerwiegendere Verletzungen im Vergleich zu Erwachsenen davontragen können.

Und doch: Die Sicherungsmaßnahmen von Kindern an Bord von Flugzeugen unterliegen keiner international einheitlichen Regelung; alle Airlines legen ihre Sicherheitsstandards individuell fest. Umso wichtiger ist es für Eltern, sich vorher zu informieren und selbst die richtigen Vorkehrungen zu treffen. Je nach Alter des Kindes kann es sich hier um folgende Sicherheitssysteme bzw. -maßnahmen handeln:

  • die Buchung eines eigenen Sitzplatzes für das Kind
  • die Verwendung eines Autokindersitzes
  • die Verwendung einer Sitzerhöhung
  • die Verwendung eines CARES-Kinderrückhaltesystems

Babys und Kinder bis zu zwei Jahren können auch auf dem Schoß eines Elternteils sitzend mitreisen – eine Variante, die allerdings nicht mehr empfohlen wird (siehe weiter unten).

Tipp: Da eine entspannte Flugreise mit Kindern schon mit der Anfahrt zum Flughafen beginnt, nutzen viele unserer Kunden mit ihrer Familie unseren Park- und Hotelservice: Eine Übernachtung in direkter Flughafennähe plus – wo vorhanden – Shuttlebus zum Terminal gewährleisten einen komfortablen Start in die Ferien.

Hotel am Flughafen

Wann muss ich für mein Kind einen eigenen Sitzplatz buchen?

Eltern müssen für jedes ihrer mitreisenden Kinder über zwei Jahren einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug buchen. Für Kinder bis zu einer Körpergröße von 125 cm (im Alter von ca. sechs Jahren) sollte ein zusätzliches Sicherheitssystem verwendet werden. Denn: Die Sitzplätze im Flugzeug sind wie jene im Auto auf die Sicherheit von Erwachsenen angelegt! Wir empfehlen: Informieren Sie sich vor Reiseantritt unbedingt bei der entsprechenden Fluggesellschaft, welche Art von Sicherungssystem akzeptiert wird. Dies gilt vor allem für nicht in der EU ansässige Airlines.

Weitere Informationen – zum Beispiel, wie man die für eine Familie idealen Sitzplätze in einem Flieger sichert – finden Sie übrigens in unserem Flugreisemagazin im Beitrag „Fliegen mit Kindern – Vorbereitung ist das A und O“.

Mit Kind auf dem Schoß im Flugzeug?

Wie oben bereits erwähnt, dürfen Babys und Kleinkinder bis zu zwei Jahren normalerweise kostenlos auf dem Schoß von Mutter oder Vater mitfliegen. In diesem Fall muss der Nachwuchs mithilfe des sogenannten

  • „Loop belt“-Rückhaltesystems

gesichert werden – dies ist ein spezieller Schlaufengurt, der am Gurt des Erwachsenen eingeklinkt wird. Viele Eltern entscheiden sich für diese Variante: so wird die Reisekasse geschont, weil kein Extra-Sitzplatz für das Kind benötigt wird.

Doch der „Loop belt“ ist umstritten (und auf Flügen innerhalb der USA daher sogar verboten). Der Grund: Bei unvorhersehbaren Zwischenfällen – beispielsweise „Clear Air Turbulences“, die aus heiterem Himmel auftreten und auch eine schwere Passagiermaschine abrupt mehrere Meter in die Höhe reißen und wieder fallen lassen können – schnellt der Körper des Erwachsenen nach vorne und quetscht das auf dem Schoß sitzende Kind lebensgefährlich gegen den Vordersitz; die Schlaufen des Gurts können zudem in die kindlichen Weichteile schneiden.

Alternativ bieten viele Fluggesellschaften für Kinder bis zu einem Alter von sechs Monaten insbesondere auf Langstreckenflügen ein kostenfreies

  • Babykörbchen

an, in welchem der Säugling auch zusätzlich angeschnallt werden kann. Das Körbchen lässt sich im Flieger vor den „Familiensitzplätzen“ in der ersten Reihe an der Wand befestigen – jedoch ausschließlich dort. Das bedeutet: Sie sollten die Plätze und das Körbchen so früh wie möglich telefonisch oder online reservieren.

Mit Kindersitz, Babyschale oder Sitzerhöhung im Flugzeug

Am sichersten reist Ihr Baby oder (Klein-) Kind in einem vom TÜV geprüften und für die Beförderung mit Flugzeugen zugelassenen Kinderautositz bzw. einer Babyschale auf einem eigens gebuchten Sitzplatz. Diese Kinderautositze oder Schalen können Sie in der Regel nicht bei der Airline leihen oder mieten, sondern müssen sie selbst mitbringen und unter Umständen vor Antritt des Fluges anmelden.

Damit Babyschale oder Autokindersitze im Flugzeug verwendet werden dürfen, müssen sie bestimmte technische Anforderungen erfüllen. Der TÜV Rheinland hat hierfür ein spezielles Prüfzeichen entwickelt. Autokindersitze und Babyschalen, die die offiziellen Kriterien zur Verwendung in Flugzeugen erfüllen, sind an dem auf ihrer Rückseite oder unter der Sitzfläche angebrachten TÜV-Prüfzeichen „For use in aircraft“ zu erkennen.

Viele Modelle folgender Hersteller tragen dieses Zertifikat:

  • Storchenmühle
  • Maxi-Cosi
  • Römer
  • Bébé Confort
  • Kiddy

Eine Sitzerhöhung im Flieger dient vor allem dazu, die für den Sitzplatz zu geringe Größe des Kindes auszugleichen und den Beckengurt vorschriftsmäßig schließen zu können. Die Sitzerhöhung empfiehlt sich vor allem für Kinder unter 12 Jahre, die bereits zu groß für den Kindersitz sind. Auch hier sollten Sie beim Kauf auf das „For use in aircraft“-Siegel achten. Kinder ab 12 Jahre können normalerweise ohne zusätzliche Sicherung – abgesehen natürlich von den Anschnallgurten – mit dem Flugzeug reisen.

Diese Beförderungsarten von Kindern sind zwar mit Kosten und organisatorischem Aufwand verbunden. Eltern sollten jedoch bedenken, dass sie z. B. auch im Auto das Kind ganz selbstverständlich in einem Kindersitz sichern und nicht einfach auf dem Schoß transportieren würden. Das, was Ihr Kind beim Autofahren sichert, ist auch beim Reisen mit dem Flugzeug unbedingt zu raten.

Mit CARES-Kinderrückhaltesystem im Flugzeug

Eine dritte Möglichkeit neben Kindersitz/Babyschale und Sitzerhöhung ist die Verwendung eines sogenannten CARES-Kinderrückhaltesystems (auch bekannt als „Hosenträger“-Gurt). Es ist vergleichsweise günstig, kann platzsparend transportiert werden und ist schnell auf dem Sitzplatz im Flugzeug installiert. Das Rückhaltesystem eignet sich für Kinder

  • im Alter von einem bis vier Jahren
  • mit einem Gewicht von 10 bis 20 kg
  • mit einer Größe von max. 100 cm

Der CARES-Gurt ist sowohl in Flugzeugen deutscher als auch in solchen US-amerikanischer, kanadischer und britischer Luftfahrtunternehmen zugelassen.

Kindersicherheit im Flugzeug: Welche Airline erlaubt was?

Hier möchten wir Eltern abschließend einen Überblick über die größten nationalen und internationalen Fluggesellschaften und ihre Sicherheitsstandards hinsichtlich der Beförderung von Kindern geben:

Reisen Sie zusätzlich mit Buggy oder Kinderwagen? Dann hilft Ihnen unser Beitrag „Fliegen mit Kinderwagen und Buggy – was darf mit ins Flugzeug?“ weiter.

Wer mit Kind und Kegel in den Urlaub fährt, profitiert von einer möglichst stressfreien Anreise zum Flughafen. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn die Nacht vor dem Abflug im Airport Hotel verbracht wird. Nutzen Sie unseren Park- und Hotelservice für einen bequemen Ferienbeginn.

Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

Weiterführende Informationen:
www.tuv.com
www.kidsaway.de
www.kindersitzprofis.de

Fliegen mit Baby – wie Eltern und Kind ruhig bleiben

Wer an die erste Flugreise mit seinem Baby denkt, malt sich die schlimmsten Dinge aus. Die größte Befürchtung ist natürlich, dass der Flug dem Säugling, bei dem zum Beispiel der Druckausgleich noch nicht wie bei Erwachsenen funktioniert, schaden könnte. Doch auch die Vorstellung, dass das Kleine während des Fluges ausdauernd schreien, die Mitreisenden stören oder allen Passagieren gar den Urlaubsstart verderben könnte und nur an der Brust der Mutter zu beruhigen ist, lässt viele Eltern vor einer Flugreise zurückschrecken. Einige Familien wählen dieser Ängste wegen mitunter ein eher nahegelegenes Reiseziel, als sich und dem Nachwuchs einen Flug zuzumuten. Das muss nicht sein.

Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

Unter den Gästen, die unsere Parkplätze und Hotels in Flughafennähe nutzen, um auf entspannte Weise zu ihrer Maschine zu gelangen, sind oft auch Familien mit Babys, die die Flugreise für das Neugeborene so angenehm wie möglich gestalten wollen. Oft werden wir mit ihren Befürchtungen im Hinblick auf den Flug mit dem kleinsten Familienmitglied und mit der Frage, ob diese berechtigt sind, konfrontiert.

Unsere Antwort? Die Erfahrungen vieler unserer Kunden haben gezeigt: Wenn man einige Tipps beherzigt, ist man auf das Fliegen mit seinem Baby bestens vorbereitet. In unserem Flugreisemagazin haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für all unsere Leser und Kunden zusammengestellt und befassen uns in diesem Beitrag speziell mit den Fragen zum Thema Flugreise mit einem Baby.

Ab wann darf man mit einem Baby fliegen?

Regelungen: Auf die Frage, ab welchem Alter ein Neugeborenes mit einem Flugzeug befördert werden kann, finden sich auf den Webseiten der meisten Fluggesellschaften keine Antworten. EasyJet, RYANAIR, TUIfly und United Airlines legen in ihren Bestimmungen allerdings ein Mindestalter fest.

  • RYANAIR, TUIfly und United Airlines: Neugeborene, die 7 Tage oder jünger sind, werden nicht befördert. Demzufolge halten diese Airlines das Fliegen mit einem Baby, das bereits 8 Tage alt ist, für vertretbar.
  • EasyJet: Die Airline lässt Säuglinge erst ab dem Alter von 14 Tagen an Bord

Empfehlungen: Auch wenn man somit schon kurz nach der Geburt mit seinem acht oder 14 Tage alten Baby fliegen kann, ist es nicht von Nachteil, vor der ersten Flugreise noch einige Monate verstreichen zu lassen. Nach drei Monaten zum Beispiel hat sich im Familienleben meist schon eine gewisse Routine eingestellt. Außerdem schreit ein Baby, das die berüchtigten Dreimonatskoliken bereits hinter sich hat, nicht mehr so viel und schläft länger, während es schon über viele wichtige Impfungen verfügt. Obendrein ist das Immunsystem des Kindes schon deutlich stärker als in den ersten Wochen. Ein Besuch beim Kinderarzt, der das Baby vor Anbruch der Reise nochmals auf seine Reisefähigkeit hin untersucht, ist in jedem Fall zu empfehlen.

Achtung – aus diesen Gründen sollte man nicht mit seinem Baby fliegen:

  • Atemwegserkrankungen
  • Bauchschmerzen
  • eine Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung
  • Zahnschmerzen

Der Kinderarzt wird bestätigen, dass man in diesen Fällen die Flugreise verschieben sollte.

Braucht man für das Baby ein Ausweisdokument?

Regelungen: Ja, auch ein Kind im Säuglingsalter braucht einen gültigen Reisepass; das gilt für jede Person, die ins Ausland reisen will.

Abhängig vom Ziel der Reise müssen Eltern für ihren Nachwuchs einen Personalausweis, einen Kinderreisepass oder einen elektronischen Reisepass beantragen. Für Reisen innerhalb des aus 26 Staaten bestehenden Schengen-Raumes genügt es, einen Kinderpersonalausweis mitzuführen. Auf einer Reise außerhalb des Schengen-Raumes ist ein Kinderreisepass Pflicht. Die USA sollten dagegen mit einem elektronischen Reisepass (E-Pass) im Gepäck bereist werden.

Empfehlungen: Vor der Flugreise mit einem Baby sollte auch rechtzeitig an ein gültiges Reisedokument für den Nachwuchs gedacht werden. Einen Kinderpersonalausweis anfertigen zu lassen, dauert, während dafür 22,80 Euro zu zahlen sind, etwa zwei bis drei Wochen. Die Ausstellung eines Reisepasses kann – bei Bearbeitungskosten von 13 Euro – sogar mit einer Wartezeit von zwei bis sechs Wochen verbunden sein. Demgegenüber liegt die Bearbeitungsdauer eines E-Passes, für den 37,50 Euro Gebühr erhoben werden, bei drei bis vier Wochen.

Doch nicht nur die Bearbeitungsdauer, die in der Reise- und Ferienzeit auch mal mehr Zeit erfordern kann, gilt es zu beachten. Auch das Zusammenstellen der für die Beantragung erforderlichen Dokumente, zu denen unter anderem die Geburtsurkunde und ein aktuelles biometrisches Passbild gehören, nimmt Zeit in Anspruch.

Achtung: In vielen Ländern muss man bei der Einreise nicht nur einen Kinderreisepass, sondern auch ein Visum vorweisen. Das Auswärtige Amt hält die aktuellen Informationen bereit, welche Anforderungen im jeweiligen Urlaubsland zu berücksichtigen sind (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/SicherheitshinweiseA-Z-Laenderauswahlseite_node.html).

Die richtige Zeit, um mit einem Baby zu fliegen

Ob man die Flugreise in der Nacht bewältigt oder bei Tag fliegt, sollte von der Dauer des Fluges und vom Schlafvermögen des Babys abhängig gemacht werden. Langstreckenflüge abends zu beginnen beziehungsweise auf die Nacht zu verlegen, zahlt sich in den meisten Fällen aus. Ein Großteil des Fluges wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach von dem kleinen Passagier verschlafen. Ein Direktflug vorzuziehen ist dem Stress des Umsteigens stets vorzuziehen. Falls ein Stopover unumgänglich ist, sollte er wiederum so lang sein, dass er als Erholungspause genutzt werden kann.

Kürzere Flüge, die eher am Tag absolviert werden, übersteht das Baby besser, wenn es ausgeruht ist. Eine Übernachtung in der Nähe des Flughafens, die man vielleicht sogar mit einem Vorabend Check-in verbinden kann, ist eine gute Idee, um mit einem ausgeschlafenen Kind und als ausgeruhte Eltern in die Maschine zu steigen. Da Kinderwagen und Buggy – abhängig von Airline und Flughafen – mit zum Gate oder zur Flugzeugtür genommen werden dürfen (mehr zum Thema: „Fliegen mit Kinderwagen und Buggy“), kann das Kind auch am Flughafen ein wenig schlafen.

Wo an Bord ist der richtige Platz für das Baby?

Regelungen: Bis zu ihrem zweiten Geburtstag können Kinder auch im Flugzeug befördert werden, wenn für sie kein Sitzplatz gebucht wurde. Ohne Sitzplatzreservierung müssen die Eltern lediglich eine geringe Pauschale, die meist zehn Prozent des Erwachsenenpreises beträgt, für den Flug ihres Babys oder Kleinkindes zahlen. Den Beförderungsrichtlinien für Passagierflugzeuge in der Europäischen Union entsprechend muss ein Elternteil ein Baby oder Kleinkind ohne eigenen Platz beim Start, bei der Landung, und wann immer die Anschnallzeichen aufleuchten, auf den Schoß nehmen und mit einem sogenannten Schlaufengurt (Loop Belt), einer Erweiterung, die am Gurt des Erwachsenen befestigt ist, sichern. Wenn die Anschnallzeichen nicht leuchten, kann das Baby auch ohne Gurt auf den Schoß genommen oder – auf Langstreckenflügen – in einem speziellen Babybett, dem „Bassinet“ untergebracht werden.

Empfehlungen: Wer ein solches Bettchen, in dem das Baby (angeschnallt) schlafen oder sitzen und spielen kann, in Anspruch nehmen will, sollte frühzeitig reservieren. Da das Bassinet an einer Wand eingehängt werden muss und dafür nur die Trennwände zwischen den einzelnen Kabinenabschnitten in Frage kommen, sind die begrenzten Plätze der jeweils ersten Reihen sehr begehrt, zumal auch nicht jede Wand mit einem Bettchen ausgestattet werden kann.

Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch besser, dem Baby für etwa zwei Drittel des normalen Ticketpreises einen eigenen Sitzplatz zu buchen. In einer Babyschale oder in einem Autokindersitz, den die Eltern mitbringen können, der aber den Anforderungen der jeweiligen Fluggesellschaft entsprechen und somit zumindest mit dem TÜV-Siegel „for use in aircraft“ versehen sein muss, kann der Sprössling den Flug sicher und bequem bewältigen. Babys mit eigenem Sitzplatz haben allerdings keinen Anspruch auf ein Bassinet.

Achtung: Der Einsatz des Loop-Belts war nicht ohne Grund 14 Jahre lang (1994-2008) verboten. Laut dem TÜV Rheinland stellt das Rückhaltesystem für Babys und Kleinkinder, die damit auf den Schoß eines Elternteils geschnallt sind, eine lebensbedrohliche oder tödliche Gefahr dar. Crashtests haben gezeigt: Schnellt das Elternteil aufgrund der enormen einwirkenden Kräfte mit dem Kind nach vorn, schneidet der Gurt in den kleinen Körper ein und das Kind wird zum „Airbag“ des Erwachsenen, der mit Wucht auf es prallt. In den USA ist der Schlaufengurt aus diesem Grund verboten.

Wie laufen Sicherheitscheck, Flüssigkeitenkontrolle und Boarding ab?

Eltern, die mit einem Baby fliegen, ist es bei der Sicherheitskontrolle gestattet, den Säugling durch den Metalldetektorbogen zu tragen. Das Durchqueren der Schleuse mit einem im Kinderwagen liegenden Sprössling ist dagegen nicht möglich, da das Transportgerät mit dem Handgepäck durchleuchtet wird.

Babynahrung, Fliegen mit Baby

Babyflasche auf einer Flugreise mit Baby © Billion Photos.com / Fotolia.com

Die Begrenzung der Flüssigkeitenmenge auf 100 ml, die man pro Person im Handgepäck mitführen darf, gilt nicht für Babys. Davon darf man mehr mitnehmen:

  • Babynahrung
  • sterilisiertem Wasser (in einer Babyflasche)
  • Kuhmilch
  • Muttermilch
  • Sojamilch

Die Gesamtmenge darf einen Liter jedoch nicht übersteigen. Es ist möglich, dass man dazu aufgefordert wird, die Flüssigkeiten für das Baby zu probieren.

Reisenden in Begleitung eines Kindes wird ein Pre-Boarding angeboten: Sie dürfen vor allen anderen Passagieren in das Flugzeug einsteigen. Darauf kann, wenn man den Aufenthalt an Bord nicht noch weiter ausdehnen will, getrost verzichtet werden.

Was kann man tun, um dem Baby den Flug zu erleichtern?

Bei Start und Landung haben bereits viele erwachsene Passagiere einen schmerzhaften Druck auf den Ohren. Das Trommelfell eines Babys ist so klein, dass ihm der Druckausgleich noch schlechter gelingt. Da häufiges Schlucken den Druckausgleich unterstützt, sollte man dem Baby in den fraglichen Flugphasen seinen Schnuller oder etwas zu trinken geben. Wenn das Baby schreit, hilft auch dieser Mechanismus auf natürliche Weise beim Ausgleich.

Darauf, dass das Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt, ist, da die Luft im Flieger meist sehr trocken ist, während des gesamten Fluges zu achten. Auch warme Kleidung sollte man für den Säugling dabei haben, zumal es in der Kabine oft sehr kalt ist. Durch den niedrigeren Druck in der Höhe dehnen sich Gase im Darm aus. Um einen Blähbauch und Bauchschmerzen zu vermeiden, sollten dem Baby keine übermäßigen Mengen an Nahrung gegeben werden.

Wie man mit Baby entspannt durchstarten kann

Mit dem Baby früh aufstehen, eine anstrengende Autofahrt hinter sich bringen, einchecken, am Flughafen warten und dann den Flug antreten? Bei einer solch langen Anreise kann das Fliegen das kleine Wesen nur belasten. Wer die Strapazen für sein Kind und auch für sich selbst so gering wie möglich halten will, sollte die Möglichkeit einer Übernachtung in Flughafennähe nutzen. Mit einem ausgeruhten Baby und nach einem guten Frühstück kann man sich mit dem Shuttle pünktlich zum Terminal fahren lassen und viel entspannter in den Urlaub starten.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Weiterführende Informationen:
Airlines, die ein Mindestalter für Babys festgelegt haben:

  • EasyJet: http://www.easyjet.com/de/hilfe/vorbereitung-fur-den-flug/fliegen-mit-kindern
  • Ryanair: https://www.ryanair.com/de/de/nutzliche-infos/service-center/haufige-fragen#12-3
  • TUIfly: https://www.tuifly.com/de/service/bestimmungen_bbb_tuifly.html
  • United Airlines: https://www.united.com/web/de-DE/content/travel/specialneeds/infants/default.aspx?Mobile=1&
  • Der TÜV-Rheinland beantwortet Fragen zum Fliegen mit Babys, Kleinkindern und Kindern: http://www.tuv.com/de/germanyinfothek/infothek/kindersitze_flugzeug/faq_info/faq.html

    Fliegen mit Kinderwagen und Buggy – Was darf mit ins Flugzeug?

    Wie soll man ohne Kinderwagen oder Buggy bloß einen entspannten Urlaub verbringen? Soll man sein Kind ständig tragen, wenn es noch nicht laufen kann oder zumindest immer dann, wenn es müde ist und nicht mehr laufen will? Viele Eltern, die mit ihren kleinen Kindern und deren Buggys und Kinderwagen in den Urlaub fliegen wollen, haben vor dem Antritt einer Flugreise die Befürchtung, dass sie ihre täglichen Helfer nicht oder nur für viel Geld mit in den Flieger und an ihr Ferienziel nehmen können. Diese Befürchtungen wollen wir zerstreuen.

    Da wir als Anbieter von Hotelübernachtungen in Flughafennähe unseren Gästen meist auch einen Shuttle-Service zum Terminal zur Verfügung stellen, werden wir oft mit der Frage konfrontiert, ob Buggy oder Kinderwagen von uns transportiert werden können. Unserer Zusage schließt sich dann oft die Frage an, ob wir auch darüber Auskunft geben können, wie die Mitnahme im Flugzeug geregelt ist. Auch das können wir bejahen. Weil wir unsere Informationen gern allen unseren Kunden zur Verfügung stellen wollen, haben wir in unserem Flugreisemagazin alles Wissenswerte rund um das Fliegen mit Buggy und Kinderwagen und die Bestimmungen der wichtigsten Fluggesellschaften zusammengetragen.

    Kinderwagen und Buggy dürfen immer mit ins Flugzeug

    Alle Eltern, die dachten, dass sie ihren Sprössling und sein Equipment bei jedem Museums- und Restaurantbesuch, bei jedem ausgedehnten Spaziergang und bei jedem Shoppingtrip im Urlaubsland vor dem Bauch oder auf dem Rücken tragen müssen, können aufatmen: Kinderwagen und Buggys werden von den Fluggesellschaften nicht nur anstands-, sondern zumeist auch kostenlos befördert. Es gibt also keinen Grund, sie zuhause zu lassen. Nehmen Sie die Wagen bequem mit dem Auto bis zu ihrem Parkplatz am Flughafen mit. Sie dürfen mit Buggy und Kinderwagen fliegen. Von Ihrem Flieger werden die Utensilien in jedem Fall weiter bis zum Urlaubsort transportiert. (Gleiches gilt übrigens für Kinder- oder Erwachsenenrollstühle – Details dazu finden Sie im Beitrag „Fliegen mit Rollstuhl“ in unserem Flugreisemagazin).

    Parken am Flughafen, Parkplatz buchen

    Kinderwagen und Buggy dürfen nicht immer mit in die Flugzeugkabine

    In die Flugzeugkabine können Sie den Kinderwagen oder eher den kleineren, schnell zusammenfaltbaren Buggy nur bei sehr wenigen Airlines (z.B. Emirates) und nur unter bestimmten Bedingungen mitnehmen. Das ist der Größe der Transportgeräte für Kinder und dem begrenzten Platz geschuldet, der jedem Passagier zur Verfügung steht. Wer seinen Kinderwagen oder Buggy auf- bzw. abgibt, kann jedoch oft entscheiden, ab welchem Zeitpunkt er am Flughafen darauf verzichten kann. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, welche Vorteile die Mitnahme bis zu den verschiedenen Stationen hat.

    Mitnahme bis zum Check-in

    Wenn Ihre Kinder am Flughafen selbständig laufen wollen und können, empfiehlt es sich, Kinderwagen und Buggy mit dem übrigen Gepäck am Check-in-Schalter (die Lufthansa bietet an den Flughäfen in Frankfurt und München auch spezielle Family Check-in-Bereiche) aufzugeben. Große, sperrige Kinderwagen, die nicht automatisch über die Gepäckanlage befördert werden können, gibt man gesondert am Sperrgepäckschalter ab. Der Vorteil bei der frühzeitigen Abgabe ist, dass die Sondergepäckstücke nicht länger mitgeführt werden müssen und gleich verpackt abgeliefert werden können.

    Weitere Tipps und Hinweise: Die Kinderartikel werden zusammen mit dem übrigen aufgegebenen Gepäck der Mitreisenden im Frachtraum des Flugzeugs verstaut. In Flugzeugfrachträumen wird kaum auf Sauberkeit und Hygiene geachtet: Denken Sie beim Fliegen mit Kinderwagen und Buggy daher an eine stoßsichere und wasserfeste Schutzverpackung. Dafür bieten sich Luftpolsterfolie sowie Reisehüllen oder stabilere Plastiksäcke an, die schon zuhause übergestreift und verklebt werden können. An vielen Flughäfen besteht zudem die Möglichkeit, die kinderspezifischen Gegenstände in Folie einspinnen zu lassen.

    Mitnahme bis zum Gate

    Wenn Sie den Buggy oder Kinderwagen für die langen Wege und Wartezeiten am Flughafen nutzen wollen, können Sie ihn – sofern es sich nicht um einen Wagen handelt, der als Sperrgut klassifiziert werden muss – meist auch bis zum Boarding-Gate mitnehmen. Zu diesem Zweck wird das Transportgerät am Check-in-Schalter mit einem Etikett versehen und kann dann weiter mitgeführt werden.

    Wer online eincheckt und nur mit Handgepäck reist, erhält sein Etikett bei der Abgabe am Gate. In beiden Fällen ist eine Sicherheitskontrolle unumgänglich. Abhängig vom Flughafen und seinen Sicherheitsbestimmungen wird der Wagen per Hand durchsucht oder muss zusammengeklappt auf dem Band das Röntgengerät durchlaufen. Sobald der Wagen nicht mehr benötigt wird, kann er auf Wunsch selbständig verpackt und am Gate abgestellt werden. Er wird dann am Schluss in den Frachtraum des Flugzeugs eingeladen und am Zielort auf das Gepäckband gelegt.

    Weitere Tipps und Hinweise: Flughäfen, die die Abfertigung bei der Sicherheitskontrolle und beim Boarding beschleunigen wollen (das gilt z.B. für den Flughafen Hamburg oder für Terminal 1 des Münchner Flughafens), fordern ihre Passagiere dazu auf, ihre eigenen Kinderwagen und Buggys frühzeitig am (Sperr-)Gepäckschalter abzugeben. Sie stellen hinter den Sicherheitskontrollen Leihbuggys zur Verfügung, die bis zum Boarding genutzt werden können. Diesen Service bietet der Flughafen Frankfurt aber auch ohne andere Abgabestimmungen.

    Mitnahme bis zur Flugzeugtür

    In einigen Fällen muss man Buggy oder Kinderwagen nicht bereits am Gate abstellen, sondern kann das Gefährt über die Fluggastbrücke bequem bis zur Flugzeugtür schieben. Das Kabinenpersonal, bei dem man den Wagen beim Einsteigen abgibt, veranlasst dann das Verladen. Für das transportsichere Verpacken bleibt hier, da der Ablauf des Boardings nicht gestört werden darf, keine Zeit. Das gilt ebenso für den Fall, dass es sich beim Flug mit der Familie um einen Kurzstreckenflug mit einer kleineren Maschine handelt, in die man per Busboarding einsteigt. In diesem Fall kann man Buggy und Kinderwagen mit in den Bus und bis zum Flieger nehmen, bevor er unverzüglich abgegeben werden muss und im Laderaum des Flugzeugs verstaut wird. Nach der Ankunft erhält man das Gefährt sofort zurück und kann es somit bereits im Bus nutzen, der zum Terminal des Zielflughafens fährt.

    Was kann man beim Fliegen mit Kinderwagen und Buggy kostenlos mitnehmen?

    Die Anzahl der kinderspezifischen Sondergepäckstücke, die gebührenfrei mitgenommen werden können, hängt von den Richtlinien der Airlines ab, die bisweilen auch Babykörbe, Rückentragen oder klappbare Reisebetten zu diesen Sondergepäckstücken rechnen. Welche Airline dabei welche Bestimmungen hat, zeigt die folgende Auflistung auf einen Blick.

    Bitte beachten Sie: Die Bestimmungen gelten für den Transport von Buggy oder Kinderwagen im Frachtraum. Möglichkeiten der Mitnahme in der Kabine werden jeweils gesondert erwähnt.

    • Air Berlin: Autokindersitz und Buggy/Kinderwagen und Reisebett können für Kinder unter 12 Jahren (auch beim JustFly-Tarif) kostenlos mitgenommen werden. Weitere Informatinen von Air Berlin
    • AIR FRANCE: 1 Autokindersitz und 1 Kinderwagen können gebührenfrei aufgegeben werden. Sollte an Bord genügend Stauraum vorhanden sein (und sollte es sich nicht um einen Langstreckenflug nach Cayenne, Fort-de-France, Havanna, Mauritius, Point-à-Pitre, Punta Cana, Réunion, Saint Martin oderSanto Domingo handeln), kann ein faltbarer Buggy, dessen Größe 15 cm x 30 cm x 100 cm nicht überschreitet, mit in die Kabine genommen werden. Bei ausreichend Stauraum ist es ebenso möglich, einen faltbaren Kinderwagen mit den Abmessungen 55 cm x 35 cm 25 cm anstelle des für ein Kind zulässigen Handgepäckstücks mit in die Kabine zu nehmen. Weitere Informatinen von AIR FRANCE
    • Condor: Pro Kind können maximal 2 Gegenstände (Autokindersitz/Buggy/Kinderwagen/Kindertrage/Reisebett) ohne Aufpreis im Laderaum befördert werden. Weitere Inforamtionen von Condor
    • easyJet: Pro Kind können maximal 2 Gegenstände (Autokindersitz/Baby-Rückentrage/Buggy/Doppelkinderwagen/einklappbarer oder nicht einklappbarer Babywagen/Kinderwagen/Reisebett/Sitzerhöhung) gebührenfrei mitgeführt werden. Weitere Informationen von easyJet
    • Emirates: 1 Buggy oder 1 vollständig zusammenklappbarer Kinderwagen kann – falls ausreichend Stauraum verfügbar ist – in die Kabine mitgenommen werden. Bei unzureichendem Platz müssen Buggy oder Kinderwagen aufgegeben und im Frachtraum befördert werden. Weitere Informationen von Emirates
    • Eurowings: Pro Kind kann 1 Autokindersitz oder 1 Buggy oder 1 Kinderwagen oder 1 Reisebett kostenfrei aufgegeben werden. Größere Wagen werden als Sperrgepäck befördert. Kleine, leichte Wagen können – je nach Abflughafen – bis zum Gate mitgenommen werden. Weitere Informationen von Eurowings
    • KLM: 1 faltbarer Buggy oder 1 faltbarer Kinderwagen kann kostenlos in der Kabine transportiert werden, sofern er unter den Vordersitz oder in das Gepäckablagefach über dem Kopf passt. Wird dieses Kriterium nicht erfüllt, ist eine gebührenfreie Mitnahme im Frachtraum möglich. Weitere Informationen von KLM
    • Lufthansa: 1 Autokindersitz oder 1 Babyschale oder 1 faltbarer Buggy oder 1 faltbarer Kinderwagen kann kostenlos als Handgepäck in der Kabine mitgeführt werden. Daneben haben – sollten die Bestimmungen des Flughafens nicht gegenteilig lauten – Fluggäste die Möglichkeit, mit Buggys oder Kinderwagen, die aufgrund ihrer Größe nicht kabinentauglich sind, bis an die Flugzeugtür heranzufahren. Weitere Informationen von Lufthansa
    • RYANAIR: 1 vollständig einklappbarer Kinderwagen oder 1 vollständig einklappbarer Doppelkinderwagen oder 1 vollständig einklappbares Reisesystem oder 1 Babytragetuch plus 1 Kindersitz oder 1 Kindersitzerhöhung oder 1 Babytragetasche können kostenlos mitgenommen werden. Für jeden Kinderartikel, der zusätzlich transportiert werden soll und der ein Gewicht von 20 kg nicht überschreiten darf, wird eine Gebühr von 10 € verlangt. Weitere Informationen von RYANAIR
    • SWISS: 1 zusammenklappbarer Buggy oder 1 zusammenklappbarer Kinderwagen wird kostenlos befördert. Das Transportgerät darf bis zum Flugzeug mitgenommen werden und wird je nach Destination beim Aussteigen oder bei der Gepäckausgabe ausgehändigt. Kinderwagen für Mehrlinge sind aufgrund ihrer Größe bereits beim Check-in als Gepäck aufzugeben. Weitere Informationen von SWISS
    • TUIfly: 1 Kinderwagen oder 1 Buggy können kostenlos mitgeführt werden. Weitere Informationen von TUIfly
    • United Airlines: Kinderwagen werden gebührenfrei transportiert. Sie können am Flughafen – sollten dessen Bestimmungen nicht anders lauten – mitgeführt und erst am Gate abgegeben werden. Sehr große und nicht faltbare Kinderwagen müssen bereits beim Check-in aufgegeben werden. Weitere Informationen von United Airlines

    Allgemeines „Mama Tutorial“ zur Flugreise mit Kleinkind