5 Gründe, warum du in kleinen Gästehäusern übernachten solltest

Auf Reisen übernachte, möglichst schön und kostengünstig. Francis (my-road.de) verrät uns, wie wir mit der Auswahl der richtigen Unterkunft richtig Geld sparen können und uns zugleich richtig wohl fühlen.

Viele Urlauber wünschen sich für ihre Reisen ein bequemes Komplettpaket: der Flug, die Unterkunft und alle Transfers sollen möglichst aus einer Hand kommen. Doch solche Pauschalreisen haben auch einige Nachteile: Eine Unterbringung in den großen Bettenburgen beispielsweise, wo die Atmosphäre oftmals „unpersönlich“ ist. Deswegen möchte ich dir dazu raten, dass du dir lieber kleine Gästehäuser bei einheimischen Familien aussuchst.

Die folgenden fünf Gründe sprechen definitiv für eine Unterkunft im Gästehaus:

    1. Gästehäuser sind oft die günstigste Übernachtungsmöglichkeit

    Das wohl überzeugendste Argument für eine Übernachtung in einem kleinen Gästehaus ist der Preis. In Gästehäusern wird häufig auf unnötigen Komfort verzichtet und dadurch sind die Preise pro Nacht in vielen Fällen deutlich geringer als in einem All-inclusive-Resort. Für Reisende mit einem schmalen Budget sind Gästehäuser somit in vielen Ländern die beste Option, um Geld bei der Reise zu sparen.

    2. Du unterstützt lokale Familien

    Kleine Gästehäuser werden oft von Familien betrieben, die in aller Regel unabhängig von großen Hotel-Ketten sind. Dadurch bleibt das Geld direkt bei den Menschen, die dir deinen Urlaub so unvergesslich gemacht haben. Du belohnst die Einwohner des Landes und nicht dir unbekannte ausländischen Großinvestoren. Zudem kannst du von vielen Tipps der Locals profitieren. Neben den Sehenswürdigkeiten in der Gegend erfahren wir auf diesem Weg, wie hoch die üblichen Kosten (z.B. Taxi-Preise) in der Region sind und können uns so vor Abzocke schützen.

    3. Du hilfst bei einem nachhaltigen Tourismus

    Viele große Hotelanlagen haben einen enorm hohen Ressourcenbedarf. So benötigen Resorts häufig extrem viel Wasser für Pool, Springbrunnen, die Bewässerung der Grünanlagen und die tägliche Reinigung von Handtüchern und Bettwäsche. Dabei herrscht in vielen Urlaubsländern besonders während der Hochsaison akuter Wassermangel. Zudem wird für Klimaanlagen (z.B. in der Lobby) oder die Unterhaltungsangebote sehr viel Strom benötigt. Durch den Import von ausländischen Spezialitäten wird die Umwelt zusätzlich belastet. In Gästehäusern findet die Verschwendung von natürlichen Ressourcen viel seltener und in einem viel geringerem Umfang statt. Ein deutlicher Pluspunkt für inhabergeführte Gästehäuser.

    4. Du entdeckst neue Ecken

    Während Hotels meist in zentralen Lagen bzw. in Touristengebieten liegen, verteilen sich Gästehäuser oft auch auf abgelegene Gebiete, die weniger von Touristen frequentiert sind. Dadurch entdeckst du während deines Aufenthaltes Orte, in denen noch das authentische Leben stattfindet. In diesem Gebieten ist es viel einfacher möglich, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und deren Lebensweise kennenzulernen.

    5. Du kannst dich besser erholen

    Für mich persönlich ist die Vorstellung abschreckend, mich am Buffet mit anderen Hungrigen drängeln zu müssen oder am Strand direkt neben Unbekannten liegen zu müssen. Mir ist ein wenig Abgeschiedenheit und Privatsphäre lieber. Diese erholsame Ruhe erwartet dich in einem Gästehaus, denn es gibt einfach viel weniger andere Reisende in der Unterkunft. Somit kannst du viel besser abschalten und dich von deinem stressigen Arbeitsalltag in Deutschland erholen.

übernachtungstipp, gästehaus, gästehäuser

Im Gästehaus übernachten ist ruhig, bequem und günstig: My-road.de machen es vor © Francis Markert

Unsere schönsten Erlebnisse in einem Gästehaus

Nun kennst du die wichtigsten Gründe, weshalb wir kleine inhabergeführte Gästehäuser bevorzugen. Bisher haben wir es nie bereut, derartige Herbergen gebucht zu haben. Ich möchte an der Stelle auch noch ein besonders schönes Erlebnis mit dir teilen, an das wir uns gerne zurückerinnern.

Auf Bali sind wir mal bei einem älteren Herrn untergekommen, der uns wirklich fasziniert hatte. Die Bungalows waren abgelegen in einem Dorf neben Reisfeldern, doch der Eigentümer hat uns dafür kostenlos Motorroller zur Verfügung gestellt. Mit dem Roller konnten wir uns hervorragend auf der Insel bewegen. Außerdem hat uns der Eigentümer nach einigen Tagen gezeigt, wie die Balinesen ihren Fisch fangen und zubereiten. Dafür kam seine Frau extra aus der Hauptstadt angereist, um uns zu zeigen, wie sie den Fisch kocht. Das sind herzerwärmende Momente, die man in einem Hotel nicht erleben wird.

Selbstverständlich erwartet dich so eine Gastfreundschaft nicht in jedem Gästehaus. Dennoch wirst du dort eher die Gelegenheit bekommen, in die Kultur deines Urlaubslandes einzutauchen. Und dabei sparst du in vielen Ländern auch noch richtig Geld!

Zelten – aber richtig!

Stefanie Röfke, gebürtige Berlinerin, bloggt auf nordengland.net aus dem rau-charmanten Norden der britischen Insel. Für uns – und für euch! – hat sie in ihrem Erfahrungsschatz zum Thema Zelten und Campen gegraben und tolle, kostensparende Tipps aus erster Hand hervorgezaubert.

Ausstattung und Verpflegung

Wenn du gern in der freien Natur übernachtest, unabhängig sein willst, unkompliziert bist und ohne Luxus auskommst, dann ist der Urlaub mit Zelt genau das Richtige für dich. Ohne Frage bietet das Campen nach wie vor eine kostengünstige Alternative zum Hotelurlaub, doch inzwischen sind auch die Preise auf Europas Campingplätzen gestiegen und variieren zudem stark nach Saison und Ausstattung. Dennoch gibt es ein paar Tipps, wie du beim Zelten sehr viel Geld sparen kannst. Bereits bei der Ausstattung kannst du dir überlegen, ob du in ein hochwertiges Zelt investierst oder auf eine preisgünstige Discounter-Alternative zurückgreifst, die bei guter Wetterlage und je nach Urlaubsregion ausreichen kann. Wenn du ein wenig Extragewicht in deinem Rucksack verträgst, kannst du dich zudem mit einem Campingkocher selbst verpflegen, anstatt in Restaurants zu speisen.

Der beste Zeitpunkt

Entscheidend ist zudem die Wahl des Urlaubszeitpunkts. Um dein Budget zu schonen, vermeide Hochsaison und Ferienzeiten, denn auf vielen Zeltplätzen ziehen die Preise in diesen Zeiträumen an. Das Zelten in der Nebensaison hat zudem den Vorteil, dass du einen weitaus entspannteren, ruhigeren Urlaub verbringen kannst. Größere, etablierte Campingplätze sind aber oft nicht nur überfüllt, sondern auch generell teurer als kleinere Varianten.

Insider-Tipp: Bauernhofcamping!

Wenn dir eine Basisausstattung reicht, dann stellt das sogenannte Kleincamping oder Bauernhofcamping eine gute Möglichkeit dar, sehr kostengünstig, aber auch naturnah und nachhaltig zu zelten. Diese Minizeltplätze gibt es flächendeckend in ganz Europa und sie lassen sich im Internet zum Beispiel bequem über den ACSI Campingclub recherchieren. Sie verfügen in der Regel zwar über keine eigenen Shops, aber oft liegen sie nah an lokalen Dorfgeschäften, sodass du auf frische Brötchen zum Frühstück nicht verzichten musst und zudem noch mit den Einheimischen plauschen kannst. Ein familiäres Ambiente und die Nähe zu Seen, Wäldern und Wanderwegen bieten zudem einen wertvollen Erholungsfaktor.

Eine Hand wäscht die andere … Übernachtung gegen Hilfe

Wenn du nicht schüchtern bist, lohnt es mitunter auch, bei einheimischen Bewohnern anzuklopfen und freundlich nachzufragen, ob sie dich in ihrem Feld campen lassen. Als Gegenleistung könntest du beispielsweise eine helfende Hand anbieten. Falls dir diese Form der Kontaktaufnahme nicht liegt, dann könntest du über Plattformen wie Woofing, Workaway, oder XHelp im Vorfeld einen solchen Austausch von gegenseitigen Hilfsleistungen organisieren. Eine weitere Möglichkeit, um günstig und oft sogar umsonst zu zelten, stellt die Plattform „Camp in my garden“ dar, auf der Einheimische ihre Felder, Wiesen oder Gärten zur Verfügung stellen. Auch hier solltest du die dir entgegengebrachte Leistung nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen, sondern auch etwas dafür zurückgeben. Oft reicht es aus, sozial aufgeschlossen sein, und dich auf ein geselliges Miteinander mit deinem Host einzustellen, um deine Dankbarkeit zu zeigen.

Entdecke das Unbekannte!

Außerdem kann es sich durchaus lohnen, abseits von touristisch gut besuchten Regionen zu campen. Im östlichen Teil Europas, wie zum Beispiel im Baltikum, gibt es zum Beispiel noch versteckte Perlen und zahlreiche unberührte Landschaften und Strände, die wenig überlaufen und daher recht preisgünstig sind.

Wer ganz auf den Komfort eines öffentlichen Zeltplatzes verzichten kann und sich ganz in die Wildnis begeben möchte, ist in Ländern wie Norwegen, Schweden, Estland, Lettland und Litauen gut aufgehoben, denn dort ist es erlaubt, wild zu campen. In vielen anderen Ländern ist das Zelten in der freien Natur zwar offiziell verboten, jedoch wird es unter gewissen Umständen oft toleriert. Im Vorfeld solltest du dich aber unbedingt nochmals genau über die Regeln im jeweiligen Land informieren. Generell solltest du jedoch Privatgrundstücke meiden, nicht direkt an Wanderwegen dein Nachtlager aufschlagen, dich ruhig verhalten, keinen Müll hinterlassen und kein Feuer entzünden. Ebenfalls tabu sind Naturschutzgebiete und Nationalparks.

Überlege dir die Anschaffung einer Camping-Card

Falls du nun auf den Geschmack gekommen bist und vielleicht sogar mit dem Gedanken spielst, regelmäßig zu zelten, dann lohnt sich eventuell auch der Beitritt in einen Camping-Club und die Investition in eine Camping-Card , mit der du in der Nebensaison lohnenswerte Preisvergünstigungen erhalten kannst.

Mehr auch unter https://www.frauenparadies.de/3106-campingurlaub-deutschland-welcher-campingtyp-sind-sie

und

https://www.frauenparadies.de/11003-allein-auf-englands-aeltestem-fernwanderweg-eine-berlinerin-erobert-den-pennine-way 

Auf Fast Food verzichten, frisches Essen bevorzugen

Als Faustregel gilt: Selber kochen ist immer und überall günstiger, als essen zu gehen. Doch manche Unterkünfte haben keine Küche – oder man möchte einfach mal die lokalen Spezialitäten probieren. Meide in diesem Fall Gastronomieketten und „Touristen-Restaurants“. Dort sind Mahlzeiten erfahrungsgemäß wesentlich teurer als in den Lokalitäten, die von Einheimischen frequentiert werden. Um diese ausfindig zu machen, reicht es oft schon, die Innenstadt zu verlassen und auf kleinere Seitenstraßen und Gassen auszuweichen.

Vor allem in südostasiatischen Ländern empfehlen sich auch die zahlreichen Garküchen – hier ist die Qualität des Essens oft sogar besser als in den örtlichen Restaurants, da in den Straßenküchen die Lebensmittel viel frischer zubereitet werden.