Fliegen mit Metall im oder am Körper – Wenn die neue Hüfte Alarm auslöst

Ihre implantierte Hüft-Endoprothese hat erfolgreich für Schmerzfreiheit gesorgt und die Beweglichkeit des Hüftgelenks ist wieder hergestellt. Nach einer langen Zeit des Leidens, der Operation, der Reha und der Rekonvaleszenz soll nun endlich ein Urlaub folgen, den Sie in vollen Zügen genießen können. Bevor es aber ins Flugzeug und der ersehnten Erholung entgegengeht, gilt es, die Kontrolle am Flughafen hinter sich zu bringen. Die unangenehme Prozedur war schon ohne ein metallenes Gelenk im Körper mit Stress verbunden. Nun fragen Sie sich, ob die künstliche Hüfte einen Alarm auslösen wird und wie Sie sich in einem solchen Fall verhalten sollen?

Die Erfahrungen, die wir über viele Jahre in der Reisebranche und mit unseren Kunden sammeln konnten, belegen: Wer auf die Sicherheitskontrolle vorbereitet ist und ganz genau weiß, was beim Fliegen mit Metall alles auf ihn zukommen kann, gerät nicht unter Anspannung. Wir möchten, dass unsere Kunden und Leser eine rundum gelungene Reise erleben. Daher bieten wir nicht nur Park- und Übernachtungsmöglichkeiten in Flughafennähe an, sondern haben in unserem Flugreisemagazin auch alle relevanten Informationen für das Fliegen mit Metall im oder am Körper zusammengefasst.

Unannehmlichkeiten, die für Menschen mit Metall im oder am Körper am Flughafen lauern

Die Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen, die vor allem Waffen und potentiell gefährliche elektronische Geräte aufspüren sollen, reagieren korrekterweise bei jedem Kontakt mit Metall, geben also auch dann ein akustisches Warnsignal, wenn sie Metallgegenstände erkennen, die ungefährlicher Natur sind. Ob die Torsonde beim Durchschreiten oder die Handsonde beim näheren Untersuchen des Passagiers anschlagen werden, ist dabei vor allem eine Frage der Menge des Metalls beziehungsweise des Materialmixes – zumeist werden Titan-Stahl-Legierungen oder Mischungen aus Keramik, Kunststoff und Metall verwendet.

Reisende, die eine sogenannte Endoprothese in Form eines künstlichen Ellbogen-, Finger-, Hüft-, Knie-, Schulter- oder Sprunggelenks besitzen, werden ebenso wie Passagiere mit einer Prothese, die eine Gliedmaße oder einen Teil einer Gliedmaße ersetzt, ziemlich sicher mit dem alarmierenden Piepton konfrontiert werden. Aber auch Menschen, die einen komplizierten Bruch erlitten und Drahtschlingen, Platten, Nägel und Schrauben zur Stabilisierung der Fraktur erhalten haben, können mit dem jeweiligen Implantat den Alarmton auslösen. Zahnimplantate sind dagegen in der Regel zu klein, um Detektorsignale hervorzurufen.

Für viele Menschen ist es durchaus unangenehm, die Aufmerksamkeit der Mitreisenden und des Flughafenpersonals auf sich zu ziehen. Da die Sicherheitsangestellten verpflichtet sind, Alarmtönen nachzugehen und sich Klarheit über deren Herkunft zu verschaffen, kommen auf den Fluggast, dessen Metallimplantat oder dessen Metallprothese den Signalton ausgelöst hat, Fragen und weitere Untersuchungen zu. Diese Maßnahmen können – auch weil vielleicht das Boarding immer näher rückt – Stress auslösen. Die betreffende Person wird gewiss dazu aufgefordert, die sichtbare oder unsichtbare Ursache des Warnsignals zu erklären. Möglicherweise wollen die Kontrolleure auch den Beweis für die Erklärung, die Prothese oder die Operationsnarbe, sehen, wofür auf Wunsch eine Kabine zur Verfügung steht.

Hinweise für sorgenfreies Fliegen mit Metall im oder am Körper:

  • Lassen Sie sich einen sogenannten Gelenk-, Implantat- oder Prothesenpass ausstellen – am besten vor der Flugreise von Ihrem verordnenden Arzt oder Operateur. Der Pass, der Informationen zu Alter, Größe, Material und Sitz des Fremdkörpers enthält, weist Sie offiziell und meist auch mehr- oder zumindest englischsprachig als Träger einer Prothese oder eines Implantats aus (Die Kopie des Arztbriefes, der Angaben zur Operation und zum Prothesen-Modell enthält, ist dagegen am Urlaubsort hilfreich, um die Ärzte vor Ort bei Stürzen oder ähnlichem schneller ins Bild zu setzen).
  • Sie können das Sicherheitspersonal bereits vor dem Passieren des Metalldetektorbogens proaktiv über alles, von dem Sie annehmen, dies könne ein Warnsignal auslösen, informieren. Zur Unterstützung kann der Implantat- oder Prothesenpass selbständig vorgezeigt werden.
  • Es ist auch nicht von Nachteil, ein Röntgenbild mitzuführen, das den Sitz des Metalls im oder am Körper veranschaulicht.
  • Planen Sie in jedem Fall ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrolle ein. Dann macht es Ihnen auch nichts aus, wenn die Kontrolle etwas länger dauert.

Ausnahme: Da Zahnimplantate bei der Sicherheitskontrolle keinen Alarm auslösen, brauchen die betroffenen Reisenden ihren Implantatpass nicht mitzuführen.

Achtung:

  1. Mit einer Hightech-Prothese oder einer Hightech-Endoprothese sollte die Torbogensonde unbedingt gemieden werden, da die Gerätefunktion durch das magnetische Feld gestört werden kann.
  2. Anders als bei den meisten Prothesen oder bei Implantaten sind Alarmsignale bei einem implantierten Aggregat wie dem Herzschrittmacher, der ebenfalls Metall enthält, nicht die einzigen möglichen Folgen. Wenn man als Träger eines Schrittmachers bestimmte Verhaltensregeln nicht beachtet, kann die Nähe zu einem Metalldetektor zu gesundheitlichen Problemen führen. Unsere Kunden und alle interessierten Flugreisenden können in unserem gesonderten Beitrag nachlesen, was es alles beim Fliegen mit Herzschrittmacher zu beachten gilt.

Trotz langandauernder Sicherheitskontrolle entspannt am Flughafen

Es kann beim Fliegen mit Metall im oder am Körper aufgrund der Sicherheitskontrolle am Flughafen zu zeitlichen Verzögerungen kommen: Dies bedeutet Stress, ganz besonders bei frühen Flügen. Unser Tipp: Sie können noch besser in den Urlaub starten, wenn Sie sich entschließen, bereits am Tag vor Urlaubsbeginn anzureisen und in einem Hotel in Flughafennähe zu übernachten.

Für Ihre Entspannung bieten wir nicht nur das passende Quartier, sondern auch Parkmöglichkeiten in Reichweite des Airports an. Nach einer entspannten Nacht und einem kräftigenden Frühstück kann man ohne Anreisestress und mit ausreichend Zeit im Gepäck zum Check-in und zur Sicherheitskontrolle gehen und wird schließlich auch mit Metall im oder am Körper entspannt im Flugzeug sitzen.

Weiterführende Informationen:
https://www.zahnersatzsparen.de/themenwelt/reaktionen-von-metalldetektoren-am-flughafen-auf-implantate/